Gelbrostkontrolle. Das Timing ist entscheidend
Immer neue Gelbrost-Rassen gefährden den Bekämpfungserfolg. Welche protektiven und kurativen Möglichkeiten gibt es noch? Und wie leistungsfähig sind die verfügbaren Fungizide? Bernd Rodemann stellt eine Studie dazu vor.
Europaweit gab es in den zurückliegenden Jahren wiederholt ein massives Auftreten von Gelbrost im Weizen. Günstige Witterungsbedingungen, die virulente Gelbrostrasse Warrior und neue Rassen wie auch der Anbau hochanfälliger Sorten förderten den Befall.
Traten diese Epidemien ehemals alle fünf bis sieben Jahre auf, ist mittlerweile der Erreger Puccinia striiformis europaweit verbreitet und kann Ertragsverluste von bis zu 60 % verursachen. Die rasche Bildung neuer Rassen und die Anpassung an die resistenten Sorten erschweren die Bekämpfung mittels Sortenwahl. Zudem treten neue Sensitivitätsverluste durch Punktmutationen bei dem Pilz auf. Dennoch kommt der Wirkstoffvielfalt in Kombination mit der Sortengenetik wie auch dem Nutzen von Entscheidungshilfen zur gezielten Pathogenbekämpfung eine hohe Bedeutung zu.