Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten
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Europa. Agrarausgaben: Was wird aus der Zweiten Säule?

Bei aller Unsicherheit im Weltgeschehen: Man kann sich auf bestimmte Konstanten in EU-Verhandlungen seit Jahrzehnten verlassen. Dazu gehört der Gegensatz zwischen den Nettozahlern und -empfängern.

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Nach dem neuesten Vorschlag der irischen Rats­präsidentschaft soll das EU-Budget gegenüber dem Kommissions­vorschlag um insgesamt 8 % schrumpfen, wobei die Agrar­zahlungen nicht noch weiter gekürzt werden. Ob das so stehenbleibt? Die EU-Finanzen werden von den Regierungs­chefs realistischer­weise wohl erst Anfang 2027 beschlossen, sicherlich vor den französischen Wahlen im April. Auch die »Nacht der langen Messer« ganz zum Schluss ist eine Konstante der EU-Politik.

Mehr denn je steht damit die Zukunft der Agrarklima- und Umwelt­maßnahmen zur Debatte. Vor allem diese konkurrieren demnächst im Rahmen der künftigen Nationalen und Regionalen Partnerschafts-Pläne mit anderen Aufgaben und sollen mit 30 % zu einem höheren Anteil als bisher kofinanziert werden. Die Möglichkeit und Bereitschaft der EU-Länder, solche Programme anzubieten, könnte somit sinken. Vor allem für die Landwirte in weniger günstigen Regionen würde das weniger Einkommen bedeuten, hat das Thünen-Institut jetzt ermittelt. In Deutschland nehmen dort die Umwelt­zahlungen mehr als 40 % der betrieblichen Förderung ein, in Intensiv­gebieten (Acker- und Gemüsebau, Milchvieh) dagegen weniger als 30 %.