Europa. 3.500 Wünsche für die neue GAP
Nun beginnt das große Sortieren: Berichterstatter Norbert Lins und die Schattenberichterstatter der Fraktionen müssen daraus möglichst gemeinsame Kompromisse formen. Bis zur Abstimmung im Agrarausschuss am 1. Dezember sind dafür 13 technische Treffen angesetzt. Im Januar soll dann das Plenum seine Position beschließen.
Der Rat will sogar noch schneller sein. Die EU-Agrarminister sollen nach dem Willen der irischen Ratspräsidentschaft bereits Ende Oktober eine gemeinsame Position finden. Die Finanzfragen bleiben dabei allerdings zunächst außen vor. Denn über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) ab 2028 und damit auch über die künftige Haushaltsstruktur muss separat entschieden werden.
Gehen die Zeitpläne auf, könnte Anfang 2027 der Trilog zwischen Parlament, Rat und Kommission beginnen. Ob die neue GAP tatsächlich zum 1. Januar 2028 starten kann, ist dennoch fraglich. Denn nach einer Einigung auf EU-Ebene müssen die Mitgliedstaaten ihre nationale Umsetzung vorbereiten und genehmigen lassen. In Brüssel rechnet man deshalb bereits damit, dass die Kommission eine Verlängerung der laufenden GAP vorschlagen könnte.