Spritze im Vordergurnd, im Hintergrund Mastschweine
Quelle: agrar-press

Antibiotikareduktion. Zwischen Erfolg und Rückschritt

Der Antibiotikaeinsatz in der Schweinehaltung steigt nach Jahren erfolgreicher Reduktion wieder an. Zwar ist die Zunahme nur moderat, doch die Trendwende zeigt bereits Auswirkungen auf die Resistenzentwicklung.

  • Antibiotikareduktion. Zwischen Erfolg und Rückschritt

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Seit 2011 ist der Antibiotikaeinsatz in der deutschen Nutztierhaltung um 71 % gesunken. Hygienemaßnahmen, Impfprogramme, optimierte Haltungsbedingungen und ein verbessertes Gesundheitsmanagement haben dazu maßgeblich beigetragen. Vertreter der Schweinebranche weisen allerdings seit einigen Jahren darauf hin, dass man angesichts stagnierender Therapiehäufigkeiten am praktisch erreichbaren Minimum angekommen sei. Der aktuelle Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt jedoch: Seit 2023 steigt die Anwendung wieder an. Was bedeutet das für die zukünftige Antibiotikaminimierung?

2025 wurden in der Tiermedizin rund 494 t Antibiotika verbraucht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von etwa 3 % (Übersicht). Knapp die Hälfte der Gesamtmenge entfiel auf Schweine (240 t bzw. 49 %), überwiegend auf die Ferkelaufzucht und Schweinemast.

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