Milch. Preisdruck bis ins Frühjahr
Der Markt ist aus dem Gleichgewicht, die Erlöse sind im freien Fall. Bis der durch ein Überangebot verursachte Preisdruck nachlässt, werden noch einige Monate vergehen. Für die Zeit danach machen Prognosen zur Entwicklung am Weltmarkt Hoffnung.
Fallen die Auszahlungspreise der Molkereien in der EU jetzt ins Bodenlose? Diese Frage kann einem durchaus in den Sinn kommen, wenn man betrachtet, wie stark die gemeinschaftsweite Milchanlieferung in den vergangenen Monaten Fahrt aufgenommen hat und über die Werte der Vorjahre hinausschießt. Und wie sind die Rahmenbedingungen am Weltmarkt zum Start ins neue Jahr?
Produktionsrallye in der EU zum Jahresende
Das monatliche Rohstoffaufkommen in der ersten Hälfte des Jahres 2025 blieb noch hinter den jeweiligen Vorjahreswerten zurück. Die Folge: Das seit Jahresbeginn aufgelaufene Minus summierte sich von März bis Juli auf konstant 0,5 Mio. t. Dann ging die Post ab, und die Milcherzeugung hielt sich Monat für Monat deutlich über den in den drei Vorjahren verzeichneten Werten. Und so kommt es, dass trotz saisonaler Abwärtsbewegung im Viermonatszeitraum von August bis November in der EU 2 Mio. t mehr Rohmilch anfielen als ein Jahr zuvor – das entspricht einem satten Plus von 5 %. Für den Dezember wies die europäische Statistikbehörde bis Mitte Januar noch keine Mengen aus. Für das Gesamtjahr 2025 sieht es aber nach einem Rohstoffplus von gemeinschaftsweit 2 Mio. t (+ 1,5 %) aus.