Herbizidstrategie. Weniger Spielraum

Weniger Wirkstoffe, zunehmende Resistenzen, strengere Vorgaben der Mühlen – der Einsatz von Herbiziden bleibt auch in dieser Saison eingeschränkt. Dirk Wolber zeigt, was noch geht.

Raps

Im Frühjahr lassen sich im Raps Problemunkräuter wie Mohn, Kornblume, Hundskerbel, Ochsenzunge und Ackerkrummhals meist nur dann zuverlässig bekämpfen, wenn im Vorauflauf mit ­Clomazone und in Wasserschutzgebieten mit reduzierten Metazachlor-Mengen gearbeitet wurde und anschließend gezielte Spritzfolgen zum Einsatz kommen. In unseren Versuchen haben sich im Nachauflauf vor allem die Kombinationen Runway plus Fox oder Effigo plus Fox in Spritzfolge mit Milestone bewährt; besonders Milestone bietet eine sehr gute Absicherung gegen Kamille, Klatschmohn, Kornblume und Stiefmütterchen. Auch eine Kombination aus Milestone und Fox ist denkbar und eignet sich, um eigene Erfahrungen zu sammeln, während Spritzfolgen aus Runway und Milestone aus Zulassungsgründen nicht möglich sind.

Graminizide wie Agil S, Fusilade Max, Panarex, Targa Super, Select 240 EC oder Focus Ultra wirken ausschließlich über das Blatt, sodass ihr Einsatz frühestens ab dem 2 – 3‑Blattstadium zur Nachbehandlung gegen Ungräser und Ausfallgetreide erfolgen kann. Grundsätzlich lassen sich Graminizide gut mit Runway oder Effigo, Wachstumsreglern oder Insektiziden kombinieren, jedoch nicht mit Fox. Liegt noch keine FOP‑Resistenz vor, ist eine Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz mit Agil S, Fusilade Max, Targa Super oder Panarex möglich. Gegen Quecken werden die besten Wirkungsgrade meist nur mit den vollen zugelassenen Aufwandmengen erreicht. Behandelt werden sollte, wenn die meisten Triebe drei Blätter besitzen und aktives Wachstum herrscht.

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