Grossbritannien. Bessere Bedingungen bei der Schlachtung
Der britische Tierschutzausschuss empfiehlt, die CO2-Betäubung bei der Schlachtung in den nächsten fünf Jahren abzuschaffen. Das unabhängige Beratergremium hat eine Stellungnahme zu den Auswirkungen der Betäubung mit CO2 veröffentlicht.
Daraus geht hervor, dass Schweine, die bei vollem Bewusstsein einer hohen Konzentration CO2 ausgesetzt sind, mit Schmerz, Atemnot und Angst reagieren. Daher solle CO2 auch in Kombination mit Inertgasen wie Argon verboten werden.
Außerdem empfiehlt der Ausschuss weitere Maßnahmen: Die Genehmigung von Schlachtlinien für nur eine gewisse Anzahl an Tieren, um den Schweinen Zeit zum Durchlaufen ohne Zwang zu geben. Oder die Haltung in kleinen sozialen Gruppen in der Wartezeit auf dem Schlachthof und während der Schlachtung. Zudem sollen Regierung und Branche die Erforschung von Technologien wie automatische Videoüberwachung fördern, um das Tierwohl zu beurteilen und Mängel beim Umgang mit den Tieren sowie
bei Betäubung und Schlachtung zu erkennen.
Auch in Deutschland hatte Agrarminister Alois Rainer Ende des Jahres angekündigt, eine Videoüberwachung für Schlachthöfe per Gesetzt verpflichtend einführen zu wollen. Bisher ist das nur freiwillig.