Traktor bringt flüssigen Wirtschaftsdünger auf Acker aus
Das deutsche Düngerecht wurde bereits mehrfach angepasst. Nun steht erneut eine Überarbeitung an. Foto: landpixel

Düngegesetzgebung. Zeit für den Reset-Knopf

Spätestens seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Ende Oktober 2025 steht fest: Das deutsche Düngerecht muss überarbeitet werden. Wo die größten Knackpunkte liegen und wie jetzt nachgebessert werden könnte, sagt Henning Kage.

Seit Jahren wird in Deutschland um die Regelungen zur Stickstoffdüngung gestritten. Das aktuelle Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Regelung der Ausweisung roter Gebiete in Bayern bietet weiteren Zündstoff für diese Diskussion. Auch wenn das Urteil sich im Wesentlichen auf formale juristische Aspekte bezieht, werden immer mehr Stimmen laut, die eine grundlegende Diskussion um die Düngeverordnung fordern. Die Fronten in dieser Diskussion sind teils extrem verhärtet, und eine faktenbasierte Diskussion findet eher selten statt. Im Kern geht es um die Frage, welche Beschränkungen der Stickstoffdüngung notwendig und zielführend sind, um auf der einen Seite die Belange des Umwelt- und Trinkwasserschutzes ausreichend zu berücksichtigen, auf der anderen Seite aber auch die Produktivität und Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaft sicherzustellen. 

Wegmarken des deutschen Düngerechts

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