Mais: US-Markt kennt keine Grenzen
Die US-Landwirte ernten 40 Mio. t mehr als noch vor zwei Jahren. In China türmen sich die Maisvorräte.
Der US-amerikanische Maismarkt 2025/26 kennt keine Grenzen, sowohl bei der Produktion als auch bei den Endbeständen 2025/26. Der Druck auf die Börsenkurse bleibt wegen eines massiven Überangebots bestehen. Denn das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) vermerkt im aktuellen Januar-Wasde zwar einen höheren Einsatz von Mais im Futtertrog. Doch gleichzeitig geht der Einsatz von Mais in Lebensmitteln, Saatgut und zur Herstellung zu Bioethanol in den USA zurück.
Korrektur der Anbauflächen in den USA
Die US-Landwirte haben 2025 weitaus höhere Erträge beim Mais erzielt, als bisher bekannt war. Was die Marktbeobachter aber noch mehr aufschreckt ist die Tatsache, dass die US-Agrarstatistikbehörde (NASS) wiederholt zu einem ungewöhnlich späten Zeitpunkt in seinem aktuellen Quartalsbericht eine erneute Zunahme der Maisfläche ausweist. So sind die Zahlen zur Anbaufläche von US-Mais seit Juli 2025 um 1,8 Mio. ha gestiegen.
Endbestände steigen um 12 Mio. t
Damit übertrifft die US-Rekordernte 2025/26 mit nunmehr 432 Mio. t Mais den bisherigen Höchststand 2023/24 von 390 Mio. t um mehr als 40 Mio. t. Da das große Angebot den Verbrauch bei Weitem übertrifft, türmen sich in den USA die Maisreserven im laufenden Wirtschaftsjahr 2025/26 auf etwa 57 Mio. t - das sind 5 Mio. t mehr als noch im Dezember geschätzt.
In der Bilanz ohne China würden damit in den USA mehr als die Hälfte der globalen Maisvorräte von 110 Mio. t liegen. Einschließlich China weist der Januar-Wasde globale Maisbestände in Höhe von 291 Mio. t aus, das sind fast 12 Mio. t mehr als noch im Dezember 2025 geschätzt und 31 Mio. t mehr als im vergangenen Wirtschaftsjahr 2024/25 von weltweit 260 Mio. t.
Globales Überangebot
Damit werden aber auch die horrenden Mengen von Mais in China mit 180 Mio. t in den Lagern sichtbar. Die globale Maisproduktion 2025/26 prognostizieren die USDA-Analysten auf rund 1,3 Mrd. t. Neben den USA trägt auch hier China mit 301 Mio. t ordentlich zum Überangebot bei. In Brasilien, wo im Frühjahr die Maisernte beginnt, erwartet das USDA unverändert 131 Mio. t, immerhin 5 Mio. t weniger als im Vorjahr. Bei der europäischen Maisproduktion gibt es mit 57 (Vorjahr: 59) Mio. t keine Veränderungen gegenüber dem Vormonat - ebensowenig bei den für 2025/26 unterstellten Importen von 20 Mio. t.
In Kooperation mit agrarticker.de.