Raps: Kurse im Stresstest
Die Pariser Rapsnotierungen haben zum Wochenanfang tüchtig zugelegt. Die Kassapreise pendeln um die 500 €/t.
An der Pariser Börse Euronext ging der Augustkontrakt am Montag (7. Juli) mit 512,75 €/t aus dem Handel, das ist ein Tagesgewinn von 8,75 €/t. Vor acht Tagen schloss der Erntemonat bei 505,25 €/t.
Aus den europäischen Ländern kommen unterschiedliche Erntemeldungen. In Frankreich dürften die Rapserträge besser als erwartet ausfallen. Dagegen könnte der Frost im Winter in Tschechien Schaden angerichtet haben. In Frankreich erwarten offizielle Stellen 4,2 (Vorjahr: 4,6) Mio. t. Nachdem mehr als 60 Prozent der Rapsfelder geerntet sind, könnten durchaus 4,5 Mio. t zusammenkommen, heißt es in Medienberichten.
Sojarally an der CBoT
Die Chicagoer Börse (CBoT) war am vergangenen Freitag (3. Juli) im Vorgriff der Feierlichkeiten zum 250. Unabhängigkeitstag in den USA geschlossen. Nach dem langen Wochenende schloss die Chicagoer Börse am Montag deutlich im Plus. Im Tagesverlauf legte der alterntige Juli-Kontrakt um 4,5 Prozent auf gut 434 US-$/t zu. Der neuerntige November-Kontrakt ging mit einem Zugewinn von 3,9 Prozent bei 438 US-$/t vom Handelsparkett.
Zuvor erzeugte die Schätzung des kanadischen Statistikamtes für die Rapsernte Druck. Demnach dürfte die Rapsfläche trotz verzögerter Aussaat überraschend ein Rekordniveau in Kanada erreichen. Aufgrund niedrigerer Erträge wird die Produktion dennoch auf Vorjahresniveau von rund 22 Mio. t geschätzt.
Niederschläge haben Situation entschärft
In Deutschland berichten Landwirte von heterogen Beständen. Dies könnte so proteinmarkt.de auf unterschiedliche Ertragserwartungen hindeuten. Insgesamt fällt der Blick auf die Felder jedoch überwiegend positiv aus. Nach den hochsommerlichen Temperaturen haben die anschließenden Niederschläge die Wasserversorgung vielerorts spürbar verbessert. In Südbaden ist die diesjährige Rapsernte bereits angelaufen. Lokale Gewitter führten dort zeitweise zu Unterbrechungen. Auch in Franken wurde bereits Raps gedroschen. Die Erzeugerpreise notieren in Hessen um die 490 €/t ab Hof.
In Kooperation mit agrarticker.de.