Portrait: Altgebäude optimal nutzen
Die Milchproduktion von Kees de Vries ist durch Betriebsübernahmen in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Nun geht es darum, Ställe und Melktechnik zu verbessern, um den Kuhkomfort und die Herdenleistung weiter zu steigern.
Unser Betrieb ist in der Vergangenheit eher dadurch gewachsen, dass wir andere Betriebe übernommen haben«, erzählt Kees de Vries, »die Gebäude haben wir überwiegend um- und angebaut«. Das ist auch der Grund, warum die Vrieswoud KG ihre Tiere auf vier Standorte verteilt hält. Er hat damit die Strategie seines Vaters weitergeführt, der 1992 mit seiner Familie aus den Niederlanden nach Deutschland gekommen war und den Kernbetrieb in Deetz bei Zerbst/Anhalt gekauft hatte. Heute wird die Vrieswoud KG von Kees de Vries und seinem Onkel Gerard van Ginkel geführt. Beim Besuch der deutschen Gruppe der European Dairy Farmers stellten sie ihren Betrieb und die Pläne für die kommenden Jahre vor.
Derzeit werden zwei der Milchviehställe umgebaut und erhalten eine Anschleppung. In der bisherigen Gebäudehülle entstehen drei Reihen Liegeboxen. Im Anbau wird es jeweils 134 weitere Liegeplätze geben. Der Laufgang wird hier nicht überdacht. Im neuen Stallteil besteht außerdem die Option, Melkroboter einzubauen. Die Altgebäude wurden baulich alle so verändert, dass sie hell und luftig sind und mehr Kuhkomfort bieten. Dazu wurden z. B. die Außenwände geöffnet und die Liegeboxen umgestaltet.