Nährstoffreduktion. Der leise Fortschritt im Schweinestall

Stickstoff- und phosphorreduzierte Fütterungsverfahren zählen zu den wirkungsvollsten Stellschrauben, um Leistung, Tiergesundheit sowie Umwelt- und Ressourcenschutz zu sichern. Was in den vergangenen zehn Jahre erreicht wurde, zeigen unsere Autoren.

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Düngeverordnung, TA Luft, Industrieemissionsrichtlinie oder CO2-Fußabdruck: Die gesellschaftlichen und politischen Anforderungen an die Nutztierhaltung steigen immer weiter. Insbesondere Stickstoff- und Phosphoremissionen stehen im Fokus. Die Schweinehaltung zeigt jedoch seit Jahren, dass Umweltentlastung und hohe Leistungen kein Widerspruch sind.

Einzigartige Datenlage aus der Praxis

Mit dem Projekt »Operatives Rahmenziel Schweinemast« startete Bayern bereits 2015 die breite Umsetzung nährstoffreduzierter Fütterungsverfahren. Die dabei entstandene Datensammlung ist im deutschsprachigen Raum einmalig: Rund 1.400 LKV-Betriebe mit insgesamt mehr als 30 Mio. Mastschweinen lieferten über zehn Jahre hinweg belastbare Praxisdaten.

Präzise Fütterung statt hoher Rohproteingehalte. Seit Langem ist bekannt, dass nicht der Rohproteingehalt (CP), sondern eine bedarfsgerechte Versorgung mit essenziellen Aminosäuren Wachstum, Nährstoffeffizienz und Schlachtkörperqualität bestimmt. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel der Tiere entlastet, da weniger überschüssiger Stickstoff (N) energieaufwendig zu Harnstoff umgewandelt werden muss. Das reduziert auch die Ammoniakbildung (NH3) im Stall und verbessert das Stallklima. Ermöglicht wurde die praktische Umsetzung durch die zunehmende Verfügbarkeit essenzieller Aminosäuren (AA).

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