DSV. Wenn aus klassischen Fruchtfolgen intelligente Anbausysteme entstehen
Biodivers, ertragsstabil und wirtschaftlich – die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) versteht die strategische Fruchtfolgegestaltung als einen Werkzeugkasten, der es den Betrieben ermöglicht, Mehrerlöse zu erzielen und gleichzeitig das Gesamtsystem zu stärken.
Vor dem Hintergrund zunehmend herausfordernder Rahmenbedingungen bietet das Unternehmen leistungsstarke Alternativen für vielfältige Fruchtfolgen: Von Winterungen und Sommerungen bis hin zu Zwischenfrüchten. Als ersten wichtigen Baustein für einen erfolgreichen Pflanzenbau von morgen nennt das Unternehmen Sorteninnovationen. Davon wurden so einige auf den DLG-Feldtagen präsentiert. Diese zeichnen sich vor allem durch gute Resistenzeigenschaften gegenüber Krankheiten und Schädlingen, durch Toleranzen gegenüber abiotischen Stress sowie eine hohe Nährstoffeffizienz aus. Dabei konzentriert sich das 1923 gegründete auf die Züchtung von Gräsern, Raps, Getreide, Mais und Zwischenfrüchten.
Das Unternehmen begleitete über neun Jahre das groß angelegte Forschungsprojekt CATCHY, in dem die Wirkung von Zwischenfrüchten auf die Bodengesundheit untersucht wurde. Daraus ging klar hervor, dass die Diversität von Pflanzengesellschaften eine Schlüsselrolle für ein resilientes Anbausystem spielt. Zwischenfrüchte, Bei- und Untersaaten seien daher laut DSV unverzichtbare Bausteine moderner Fruchtfolgen. Die TerraLife-Mischungen setzen die Zwischenfruchtexperten so zusammen, dass die Arten in ihren gegenseitigen Wechselwirkungen die Hauptfrüchte optimal unterstützen. Als Züchter arbeiten die DSV dabei auch an neuen, noch besser geeigneten Sorten, die in die TerraLife-Mischungen integriert werden.
Ein besonderes Highlight für die DSV war die Verleihung des DLG-Nachhaltigkeitszertifikates auf den DLG-Feldtagen. Damit wurde sie als erstes deutsches Pflanzenzuchtunternehmen für die Rapszuchtstation in Salzkotten-Thüle ausgezeichnet.