KWS. 170 Jahre erfolgreiche Züchtung
Unter dem Motto „Die Zukunft verlangt viele Lösungen – nicht nur eine“ präsentierte sich die KWS zu ihrem 170sten Jubiläum auf den DLG-Feldtagen mit einem bunten Strauß an Kulturen und Sorten.
Abgestimmt auf den Standort, die geplante Fruchtfolgen und individuelle Betriebsziele bietet das Unternehmen ein breites Produktportfolio in allen wichtigen Kulturarten.
Bei Zuckerrüben kann das Unternehmen auf viele Meilensteine zurückblicken. Von den ersten Rizomania-toleranten Sorten über ertragsstarke Nematoden-tolerante Sorten und den jüngsten züchterischen Entwicklungen „CONVISO SMART“ und „CR+ Sorten“ arbeitet die KWS aktuell auch intensiv an der Selektion leistungsfähiger SBR-toleranter Hybriden – mit ersten Erfolgen!
Bei Raps nimmt die KWS inzwischen eine führende Rolle als Züchter in Europa ein. In Deutschland ist die Sorte KWS Vamos mit 12% Flächenanteil bei Raps Spitzenreiter. Bedeutende Fortschritte gibt es bei der Verbesserung der Phoma-Resistenz sowie der Entwicklung stickstoffeffizienter „N-ADAPT-Sorten“. Ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche KWS-Rapszüchtung sind „InsectPROTECT-Sorten“ mit einem genetischen Schutz gegen den Befall mit den Larven des Rapserdflohs.
Auch bei Getreide ist das Portfolio breit gefächert
Dabei geht Deutschlands größtes Züchterhaus teils neue Wege. So wird auch bei den Selbstbefruchter-Getreidearten die Hybridzüchtung weiter forciert. Die ersten Hybridgerstensorten werden für 2027 erwartet. Auf den ersten Hybridweizen von KWS wird man allerdings noch einige Jahre warten müssen. Eine weitere Innovation ist Zwerg-Hybridroggen. Bei ihm ist der Einsatz chemischer Wachstumsregulatoren nicht mehr notwendig, es fallen weniger Erntereste und Stroh an und der Drusch ist unkomplizierter. Die ersten „Roggen-Zwerge“ sollen ebenfalls 2027 am Markt verfügbar sein.
Ein weiteres wichtiges Standbein für KWS ist die Maiszüchtung. Auch hier ist die Produktpipeline gut gefüllt. Dafür sorgen unterschiedliche Züchtungsprogramme. Bei Körnermais machen frühe DryDown+ Sorten den Anbau auch in kühleren Lagen attraktiv. Und bei Silomais zeigt sich eine deutlich verbesserte Faserverdaulichkeit sowie eine Erhöhung der Biogasqualität.