Unkrautbekämpfung. Hacke, Spritze oder beides?
Chemisch, mechanisch oder integriert – natürlich ist das unterschiedlich effizient. Mit Blick auf die Erträge und die Wirtschaftlichkeit werden die Unterschiede aber geringer, zeigt Klaus Gehring.
Die Unkrautregulierung ermöglicht im Ackerbau eine Absicherung zwischen 20 und 40 % des standortspezifischen Ertragspotentials. Eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung ist damit unverzichtbar.
In konventionellen Betrieben erfolgt die Unkrautbekämpfung aus Gründen der Effizienz in der Regel durch einen gezielten Herbizideinsatz. Der wird allerdings von Politik und Gesellschaft weiter kritisch diskutiert. Und auch im Sinne des Integrierten Pflanzenschutzes sollte der Herbizid-einsatz kein pauschales Standardverfahren sein, sondern mit alternativen Verfahren verglichen und gemessen werden.
So einen Leistungsvergleich haben die Pflanzenschutzdienste von Bayern und Baden-Württemberg in dreijährigen Versuchsprogrammen von 2020 bis 2024 in den Kulturen Winterweizen, Mais und Sojabohnen durchgeführt. Auf insgesamt 90 Standorten wurden im süddeutschen Raum Exaktversuche mit randomisierten und vierfach wiederholten Großparzellen angelegt.