das gängige Verfahren in der Praxis. Foto: Countrypixel – stock.adobe.com
Kastration. Isofluran: In der Praxis etabliert
Nach dem Ende der betäubungslosen Ferkelkastration waren die Vorbehalte gegenüber den beiden Alternativen groß. Nach fünf Jahren sind die bei uns zulässigen Verfahren aus den Kinderschuhen heraus. Eckhard Meyer berichtet von den Erfahrungen.
Der überwiegende Teil der Eberferkel in Deutschland wird weiterhin kastriert – obwohl das seit 2021 nur noch unter vollständiger Schmerzausschaltung erfolgen darf. Es fehlt an Absatzmöglichkeiten für intakte Eber oder Immunokastraten. Ihr Anteil beträgt nur 15 bzw. 5 % aller Schlachtschweine. Die meisten Betriebe müssen daher ein Narkoseverfahren einsetzen.
Dafür gibt es zwei Alternativen: Die Injektionsnarkose mit Ketamin und Azaperon (Stressnil) sowie die Inhalationsnarkose mit Isofluran. Dabei ist die Injektionsnarkose einem Tierarzt vorbehalten – das kann in größeren Betrieben eine gute und auch kostengünstige Option sein. Betrieben, die weiterhin selber kastrieren wollen, bleibt nur der Einsatz des Narkosegases Isofluran.