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Strommix. Die Rolle der Erneuerbaren

Bis 2030 sollen insgesamt 80 % des Stroms aus Erneuerbaren Energien kommen. Die Grafiken zeigen, wie der Strommix aktuell aussieht.

Der Anteil fossiler Energieträger am in Deutschland produzierten Strom sinkt stetig. Kernkraft ist Geschichte, Kohle auf dem Rückzug. So decken Erneuerbare heute mehr als die Hälfte des ­Bruttostromverbrauchs. Solar knackte erstmals 72 TWh, Wind ist die stärkste Einzelquelle.

Je höher der Anteil der Erneuerbaren, desto wichtiger wird das europäische Stromnetz als Ventil. Die europaweiten Leitungen das „Stoßdämpfer-System“ der Energiewende. Sie ersetzen aber kein solides heimisches Flexibilitäts-Portfolio aus Speichern, Lastmanagement und regelbaren Kraftwerken.

Engpässe im Stromnetz kosten Geld und bedeuten hohe Energieverluste. Batterien sind gut dazu geeignet, Überlastungen zu verhindern, und in den vergangenen drei Jahren sind die Preise für Lithium-Ionen-Batterien um 30 % gesunken. Dadurch hat zuletzt der Ausbau der Batteriespeicher deutlich Fahrt aufgenommen. Derzeit haben die stationären Batterien in Deutschland eine Speicherkapazität von gut 20 GWh. Für eine klimaneutrale Energieversorgung, die vollständig durch Erneuerbare gedeckt wird, reicht das nicht. Das Fraunhofer ISE geht davon aus, dass bis 2030 gut 100 GWh benötigt werden.