Getreide. Top-Qualitäten lagern, den Rest verkaufen
Der Krieg im Iran ändert kaum etwas an den Angebots- und Nachfrageverhältnissen auf dem globalen Getreidemarkt. Aber er macht Dünger in diesem Frühjahr noch teurer, als er ohnehin schon ist. Hinter der Spätdüngung beim Weizen stehen daher Fragezeichen. Wenn etwas knapp wird, dann wird das proteinreicher Weizen sein.
Die Stimmung unter den Ackerbauern ist ziemlich mies. Hohe Kosten und niedrige Getreidepreise verhageln so manche Bilanz. In den Silos wird voraussichtlich sehr viel Weizen überlagert werden, Händler rechnen mit etwa 2 Mio. t nur in Deutschland. Das einzige Getreide, das wirklich gesucht wird und vergleichsweise gute Preise erzielt, ist Futtergerste (siehe Kasten Seite 84). Mit 210 €/t franko westfälischem Mischfutterwerk ist die ebenso gut bezahlt wie der Futterweizen.
Die Aussichten für den Getreidemarkt sind dabei kaum von Hoffnung geprägt, auch wenn Sorgen um die Eisschicht auf russischen Weizenfeldern (Absterben der Pflanzen durch mangelnden Gasaustausch) und der neue Irankrieg die Preise Ende Februar/Anfang März noch einmal deutlich haben ansteigen lassen. Inwieweit die russischen Weizenfelder wirklich gelitten haben, war bei Redaktionsschluss unbekannt.