Silomaisanbau: Wie viel Stickstoff lässt sich einsparen?
Im Silomaisanbau gibt es noch Reserven für eine Steigerung der Stickstoffeffizienz – insbesondere da die N-Freisetzung aus dem Boden und aus organischen Düngern bisher oft nur unzureichend bei der Ermittlung der N-Düngungshöhe berücksichtigt wird. Das Forschungsprojekt »NEffMais« sollte Antworten darauf liefern, wie sich die Stickstoff-Nutzungseffizienz verbessern lässt. Der Fokus der Arbeiten lag auf der Erfassung, Modellierung und Prognose der Ertragsbildung und N-Dynamik im Silomaisanbau. Zudem ging es auch um die Frage, wie die Ergebnisse zu den Annahmen der aktuellen Düngeverordnung (DüV) passen.
Potentiale der Stickstoffeffizienz im Silomaisanbau
Silomais wird oft auf Flächen angebaut, die langjährig organisch gedüngt wurden, wodurch meist eine relativ hohe N-Nachlieferung aus dem Boden vorliegt. Wird diese nicht ausreichend bei der N-Düngungsbemessung berücksichtigt, besteht die Gefahr einer Überdüngung. Hierdurch kommt es zu N-Verlusten in die Atmosphäre (Lachgas, Ammoniak) und ins Grundwasser (Nitrat).
Außerdem unterscheidet sich die N-Aufnahme durch den Bestand in den einzelnen Jahren und von Schlag zu Schlag stark. Untersuchungen der N-Gehalte im Erntegut zeigen häufig Ergebnisse, die über dem kritischen Wert für maximalen Ertrag (1,05 % N) liegen. Dies deutet auf eine Stickstoffüberversorgung vieler Bestände hin. Durch die große Anbaufläche ergäbe sich bei bedarfsgerechterer N-Versorgung von Silomais daher insgesamt ein hohes Stickstoffeinsparpotential.
Weiterführende Informationen zu dem Projekt »NEffMais« mit allen Ergebnissen sowie einer detaillierten Beschreibung
des Datensatzes und der Methodik finden Sie hier.