Emissionsminderung. Win-win für Klima, Umwelt und Ertrag
Wie lassen sich Ammoniakverluste bei der mineralischen Düngung reduzieren und die Stickstoffeffizienz steigern? Antworten darauf liefert ein deutschlandweites Verbundprojekt. Andreas Pacholski, Sina Kukowski und Heinz Flessa stellen die Ergebnisse vor.
n Deutschland verursacht die Landwirtschaft aktuell etwa 95 % aller Ammoniakemissionen (NH3). Davon entfallen rund 10 % auf den Einsatz synthetischer Stickstoffdünger, darunter insbesondere Harnstoff. Im Rahmen der EU-NEC-Richtlinie hat sich Deutschland zu einer Reduktion der NH3-Emissionen um 29 % bis 2029 gegenüber dem Basisjahr 2005 verpflichtet. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel des Verbundprojektes »NH3-Min«, Ammoniakverluste aus der Anwendung synthetischer Stickstoffdünger zu quantifizieren und Maßnahmen zu deren Reduktion zu bewerten.
Warum ist Ammoniak schädlich?
Nach der Freisetzung wird es rasch umgesetzt und der Stickstoff lagert sich wieder in der Umwelt ab. Diese Stickstoffeinträge belasten Böden und Wasser und tragen zur Bodenversauerung bei. Zudem ist das Gas als Vorläufersubstanz von Feinstäuben schädlich für die menschliche Gesundheit. Nicht zuletzt können Stickstoffverluste durch Ammoniakausgasung Ertrags- und Qualitätseinbußen verursachen.