Unwetterwolken über einer Agrarlandschaft
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USA. Woher stammt der Regen?

Niederschläge sind Niederschläge, mag man landläufig denken. Hauptsache, sie fallen. Dass dies nicht so einfach ist, zeigen Untersuchungen der University of California.

Regionen, deren Niederschläge zu mehr als einem Drittel der Verdunstung vom Land aus entstammen, haben ein größeres Risiko für Trockenheit und Ertragsverluste als solche, in denen der Regen vom Meer kommt. »Ozean-Systeme« sorgen für stärkere und regelmäßigere Regenfälle als »Landsysteme« mit ihren schwächeren und weniger vorhersagbaren Niederschlägen.
Vom Land stammende Feuchtigkeit ist stark von der dortigen ­Vegetation abhängig. Global haben die Forscher zwei Regionen identifiziert, in denen diese eine besonders große Rolle spielt: den US-Mittelwesten und Ostafrika. Wenig Vegetation, weniger Niederschlag, noch weniger Vegetation – der Teufelskreis ist offensichtlich. Auch wenn der Mittelwesten eine der produktivsten Gegenden der Welt ist, häufen sich dort in den letzten Jahren doch die Witterungs­extreme. In Ostafrika gilt die Rodung von Wald für neue Ackerflächen als kritisch, weil die Wälder den Niederschlag »produzieren«.