Pilzerreger. Verpassen Sie den Infektionsstart nicht!
Niemand weiß, wie sich die Witterung und die pilzlichen Erreger entwickeln – vielleicht lässt sich manche Fungizidbehandlung ja einsparen? Dass daher an einer ganz genauen Beobachtung Ihrer Getreidebestände kein Weg vorbeigeht, zeigen Marc Fricke-Müller und Ruben Gödecke.
Während bei den Herbiziden der Standort die Intensität des Pflanzenschutzmitteleinsatzes signifikant mitbestimmt, sind bei den pilzlichen Schaderregern die Jahreseffekte sehr hoch. Um dabei für Ihren landwirtschaftlichen Betrieb das Optimum herauszuholen, gilt nach wie vor: Flexibel reagieren!
Aktuelle Zulassungssituation von Fungiziden und interessante neue Produkte. Bei der erneuten Zulassung bzw. Bewertung alter Wirkstoffe führten schärfere Kriterien zu einer Reduzierung vieler Fungizidwirkstoffe. 2026 neu hinzukommen wird das Produkt Cayunis Xpro Set (Cayunis + Siltra Xpro) mit den Wirkstoffen Bixafen, Spiroxamine, Prothioconazol und Trifloxystrobin. Wegen des Trifloxystrobins, das bei Netzflecken in der Gerste noch voll wirksam ist, bietet sich diese Mischung in der Gerste und vielleicht auch im Roggen an.
Angewendet werden kann das Produkt mit einer Aufwandmenge von 0,9 l/ha + 0,9 l/ha in der Saison zwischen BBCH 30-61 in Gerste und BBCH 30-69 in Weizen, Roggen und Triticale.
Neu im Getreide steht der Wirkstoff Kaliumphosphonat in Formulierung mit dem klassischen Prothioconazol im Produkt Firuza mit 2,0 l/ha zur Verfügung. In dieser Kombination sollen die Resistenzen beim Prothioconazol reduziert und ein Mehrwert durch einen Wirkstoff erzielt werden, der eher aus dem Weinbau bekannt ist.