Willkommen in China

 

Syngenta. Ein langes Tauziehen hat (wahrscheinlich) ein Ende gefunden. Die China National Chemical Company (ChemChina) hat dem Basler Konzern ein Übernahmeangebot für 43 Mrd. US-$ unterbreitet, das auf positive Resonanz beim Syngenta-Verwaltungsrat gestoßen ist. Anders als bei Übernahmeabsicht von Monsanto im vorigen Sommer soll Syngenta ein selbständiges Unternehmen mit unverändertem Management bleiben und weiterhin seinen Sitz in Basel haben. Auf den „Prüfstand“ soll allerdings die Saatgutsparte.

ChemChina erkauft sich mit dieser Übernahme nicht nur know how, sondern vor allem Marktzugänge. Es ist die bislang größte Akquisition des Staatsunternehmens, das entgegen seinem Namen keine Chemiefirma, sondern eher ein Investor ist. In Europa hatte er vorher den Maschinenbauer Krauss-Maffei für 1 Mrd. € und den Reifenhersteller Pirelli für 7,1 Mrd. € gekauft. Auch die Pflanzenschutzfirma Adama gehört zu ChemChina, was möglicherweise kartellrechtlich noch eine Rolle bei den Produktprogrammen spielen könnte.