Stimmungstief hält an

 

DBV-Konjunkturbarometer. Die deutschen Landwirte kommen aus ihrem Stimmungstief nicht heraus. Im Dezember 2014 sahen die 2100 bundesweit befragten Landwirte ihre wirtschaftliche Lage noch ungünstiger als im September, wo die Werte bereits eingebrochen waren. Hauptursache sind die Erzeugerpreise bei Milch und Schweinen. Deshalb sehen Ackerbaubetriebe die Lage besser als Futterbau- und Veredlungsbetriebe.   

Der Konjunkturindex ist gegenüber der vorangegangenen Erhebung im September  2014 von 19,2 auf 16,7 Punkte zurückgegangen. Im Juni 2014 lag dieser Wert noch bei 30,7 Punkten. Der Indexwert fasst die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zusammen.   

Im Durchschnitt der Befragten wird bei der aktuellen Lage ein Wert von 2,90 auf einer Notenskala von 1 bis 5 erzielt (September 2,76). Ähnlich ungünstig war der Wert zuletzt im September 2010. Mit dem Wert von 3,29 wird die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung noch kritischer beurteilt als die aktuelle Lage. Dabei ist der Anteil der Veredlungsbetriebe, der in Zukunft eine bessere wirtschaftliche Entwicklung erwartet, im Vergleich zu anderen Betriebsformen relativ hoch.  

Nachgelassen hat die Investitionsbereitschaft. Diese dominieren weiterhin Ställe und Stalltechnik mit geplanten 2,3 Milliarden Euro (gegenüber Vorjahr minus 1,3 Milliarden Euro). Mit 1,1 Milliarden Euro sind auch die Maschineninvestitionen (minus 0,2 Milliarden Euro) und mit 1,0 Milliarden Euro die Investitionen in erneuerbare Energien Biogas, Fotovoltaik, Windkraft rückläufig (minus  0,1 Milliarden Euro).