Langjährige Ertragsbestmarke geknackt

 

Syngenta. Im letzten Jahr scheiterte Landwirt Hubertus Cammert, Geschäftsführer der LBG Calenberg KG, aus dem niedersächsischen Oerie bei seinem Weltrekordversuch für das Guinness-Buch der Rekorde mit einem Ertrag von 118,6 dt/ha noch knapp. Im zweiten Anlauf konnte er jedoch am 17. Juli die alte Weltbestmarke von 123 dt/ha mit der Hybridgerstensorte Wootan deutlich übertreffen. Den alten Rekord hatte ein schottischer Landwirt bereits vor 15 Jahren aufgestellt. Mit durchschnittlich geernteten 130,4 dt/ha hat Cammert ihn nun auf exakt eingemessenen 80.000 m² überholt. Bei einem Hektolitergewicht von 68 kg stimmte auch die Qualität. Die Rekordernte liegt um rund 30 % über dem Ertragsdurchschnitt im Calenberger Land.Überwacht wurde der Rekordversuch von dem unabhängigen Zertifizierer SGS Fresenius. Grundvoraussetzung für die Anerkennung ist die Einhaltung der guten fachlichen Praxis. Das Ergebnis wurde mit einer Stickstoffgabe von 184 kg/ha und je drei Wachstumsregler- und Fungizidmaßnahmen erzielt. Die extreme Vorsommertrockenheit stellte in diesem Anbaujahr eine besondere Herausforderung dar. „Aufgrund ihres ausgeprägten Wurzelsystems kann Hybridgerste widrige Bedingungen besonders gut kompensieren“, sagt Cammert.Einen kleinen Wermutstropfen gab es am Ende aber doch: in der Zwischenzeit wurden in Neuseeland im Januar 138 dt/ha als Ernteergebnis erzielt, allerdings unter anderen Produktionsbedingungen, die bezüglich N-Einsatz und Pflanzenschutzintensität bei weitem über dem Niveau der guten fachlichen Praxis in Deutschland lagen.