Finnisches Feuerwerk

 

Valtra. Die Schlepperneuheiten, welche die Finnen 2017 nicht nur präsentieren, sondern auch ab dem Sommer produzieren, umfassen einen Leistungsbereich (maximal) zwischen 75 und 400 PS.  Doch spannender ist eigentlich etwas anderes... 

Valtras „Brot- und Butter-Schlepper“ ist die Serie A, gebaut in Finnland und in Brasilien. Sie hat jetzt – den Abgasregeln geschuldet – neue Drei- und Vierzylindermotoren bekommen, die in sieben Typen einen (maximalen) Leistungsbereich von 75 bis 130 PS abdecken. „Spendiert“ wurde eine Erweiterung des Wendegetriebes durch zusätzliche Funktionen wie das Kuppeln auf Knopfdruck am Schalthebel. Ausgesprochen großzügig ausgefallen für diese kleine Klasse ist die Kabine.

Bereits im Februar vorgestellt wurde die vierte Generation der S-Serie mit jetzt bis zu 400 PS Maximalleistung. Durch Getriebevarianten und erweiterte Maximalleistung ergänzt werden die N- und T-Serien. Neu ist der T254 mit 250 PS.

Als größter Sprung erscheint uns aber die Einführung der Bedienarmlehne „Smart Touch“ in die komplette N- und T-Serie – vorausgesetzt, die Schlepper sind mit einem Stufenlos-Getriebe (Direct) ausgestattet oder  einem Lastschaltgetriebe (Versu), das in der Praxis einem solchen sehr nahe kommt. Somit ist diese benutzerfreundliche Bedienung in Schleppern zwischen 135 und 400 PS verfügbar.

Auf der Armlehne, die bereits mit der S-Serie vorgestellt wurde, sitzen der Fahrhebel, Steuerungen für Hydraulik, Hubwerk und Zapfwelle sowie ein Drucktaster-Bedienfeld. Nur den Sitz und die Klimaanlage muss man noch außerhalb dieser Armlehne einstellen. Vor der Lehne angebracht ist ein 9 Zoll- Terminal, über den sich mit höchstens zwei Tipp- oder Wischbewegungen alle Funktionen erreichen lassen. Eine kleines finnisches Fähnchen dokumentiert, dass dieses übersichtliche und kompakte Cockpit das Ergebnis hoher Kreativität in den langen dunklen Nächten des hohen Nordens ist.