Der Fahrer wird weiter entlastet

 

John Deere. Ein neuer Mähdrescher, der sich in seinen wesentlichen Bauteilen nicht vom alten unterscheidet, sondern »nur« im Grad der Automatisierung? Was John Deere jetzt mit der Baureihe S700 als Nachfolger der seit 2012 in Zweibrücken gebauten S600 anbietet, liegt im Trend der Maschinenentwicklungen: Die Neuheit findet weniger bei der »hardware« statt (zum Beispiel im Bereich der Schneidwerke) als bei der »Software« mittels Sensoren und Automatisierung.

Schlüsselelemente sind dabei der (neue) Fahrhebel, auf dem sich bis zu sieben Funktionen frei programmieren lassen, sowie ein Monitor, auf dem die Optimierungsfunktionen interaktiv zusammengefasst werden können.

Selbst der beste Fahrer bleibt im Praxisbetrieb unter den theoretischen Möglichkeiten der Maschine. Diese Lücke soll die Automatik schließen. Dabei können zu Beginn Leistungssollwerte wie die gewünschte Qualität im Korntank oder die Verlustrate eingestellt werden. Das kann auch auf Basis der (gespeicherten) Erfahrungswerte aus dem Vorjahr passieren oder als regionale Optimierung, die beim Händler vorgenommen wird. Ein »Fernzugriff« soll zur Agritechnica vorgestellt werden. John Deere sieht sich mit diesem optionalen  »ICA2-System« (Interactive Combine adjustment), das ca. 14 000 € zusätzlich kosten soll, durchaus allein am Markt.    

Neu ist auch ein erweitertes Leistungsversprechen. Falls Ersatzteile einmal nicht rechtzeitig verfügbar sind, soll jeder Kunde binnen 24 Stunden auf einen vergleichbaren Ersatzmähdrescher zurückgreifen können, der bei einem A-Händler in Reserve steht.

Etwas ins Hinterteffen geraten darüber neue Ballenpressen mit variabler Pressammer. Damit konnte das gesamte Pressenprogramm innerhalb von zwei Jahren überarbeitet werden.