Coronavirus: Keine Übertragung auf Nutztiere

 

SARS-CoV-2. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) berichtet, dass es aktuell keine Hinweise darauf gibt, dass sich Schweine, Hühner und andere bei uns übliche Nutztiere mit SARS-CoV-2 infizieren und es weiterverbreiten können. Daher ist auch eine Untersuchung von Schlachttieren auf SARS-CoV-2 zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Das FLI hat Studien zur Empfänglichkeit von Tieren gegenüber SARS-CoV-2 begonnen, mit ersten belastbaren Ergebnissen ist nicht vor Ende April zu rechnen. Durch diese Tierversuche lässt sich abschätzen, ob eine mögliche Gefährdung für Mensch und Tier besteht und ob Nutztiere sich zum Virusreservoir entwickeln könnten.

Bisherige Untersuchungen weisen auf Fledermäuse als Ursprung von SARS-CoV-2 hin. Unbekannt ist nach wie vor, ob das Virus direkt von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde oder ob eine weitere Tierart als Zwischenwirt eine Rolle spielt.

Coronaviren kommen natürlicherweise auch bei Heim- und Nutztieren vor (z.B. PED beim Schwein). Diese sind allerdings von den Erregern der aktuellen COVID-19-Erkrankung des Menschen deutlich zu unterscheiden und stellen für den Menschen keine Gefahr dar.

Wichtiger ist es, den Focus auf eine sichere Versorgung der Tiere zu legen, für den Fall, dass Betriebsleiter oder Mitarbeiter von einer Quarantäne betroffen sind. Eine Checkliste mit Verhaltensregeln zur Corona-Vorsorge speziell für Schweinehalter hat die ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands zusammengestellt (https://www.schweine.net/news/corona-auf-distanz-betrieb-halten-isn-checkliste.html).