Weiterentwicklungen sind immer drin

Grimme. Was lässt sich bei Spezialmaschinen überhaupt noch verbessern? Nicht die Grundkonzeption steht dabei im Vordergrund, sondern es sind die vielen kleinen Details, die den technischen Fortschritt bringen. Wie bei den Maschinen, die Grimme jetzt für 2022 und 2023 vorstellte.
2023 ist die PRIOS 440 verfügbar, die erste vierreihige, gezogene Legemaschine mit einer Transportbreite unter 3 m und vollständiger EU-Typgenehmigung. Neuerungen bringt die Maschine auch im Bereich der Anhängung sowie der Dammformung mit und bietet auch die Voraussetzungen für Precision Farming. Mit Hilfe einer Schwanenhals-Deichsel mit Zwischenrahmen und separatem Hubwerk kann die Legemaschine mit jedem gängigen Gerät zur aktiven Bodenbearbeitung (Kreiselegge, Fräse) kombiniert werden.

Grimme beschreibt die Maschine weiterhin so: Das separate Hubwerk macht einen schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Bodenbearbeitungsgeräten möglich. Die Tiefenführung des Bodenbearbeitungsgeräts erfolgt unabhängig von der Legemaschine, wodurch die Ablagetiefe exakt eingehalten werden kann. Die Tiefenführung der Düngerscheiben, Furchenzieher, Zudeckscheiben sowie der Dammformeinrichtung erfolgt unabhängig voneinander. Der Düngerstreuer, die Fassanlage sowie die Legeelemente können getrennt voneinander und für jede Reihe einzeln über Section Control geschaltet werden
Für den Aufbau eines Damms mit einer glatten Dammoberfläche können die Häufelkörper aus Kunststoff mit  Dammkronenplatten bzw. für eine krümelige Dammoberfläche mit Gitterrollen kombiniert werden. Erstmalig kann die Dammformung auch mit einer Kombination aus Dammkronenplatten und Gitterrollen realisiert werden. Die „Hybrid-Dammformeinrichtung“ erzeugt einen Damm mit stabilen und glatten Dammflanken sowie einer offenporigen Dammkrone. Dadurch werden die Vorteile eines Dammformblechs mit denen einer Gitterrolle vereint.
Die PRIOS 440 mit 75 cm Reihenweite verfügt optional über zwei teleskopierbare Achsen, wodurch die Arbeitsbreite von 3,30 m auf eine Straßentransportbreite unter 3,00 m reduziert werden kann. Überstehende Arbeitswerkzeuge, wie die Erdleitbleche, die äußersten Häufelkörper und Spurlockerungszinken werden in die Maschinenkontur eingeschoben. Durch die vollständige EU-Typgenehmigung kann die PRIOS 440 ohne Ausnahmegenehmigung im Straßenverkehr gefahren werden.

Weiterentwicklungen gibt es beim selbstfahrenden Roder Variotron 470 z.b. im Bereich des Krautschlagens, der Aufnahmeaggregate (für Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren) und der Siebbänder.

Neu beim Rübenroder Rexor ist vor allem das Rodeschar. Dazu Grimme: „ Die neue Version verfügt über 4 statt 2 Rübentaster, welche auch als Höhentaster genutzt werden und kann dadurch noch präziser in der Reihe und auf optimaler Höhe geführt werden. Dies entlastet den Fahrer und verbessert das Lenkverhalten des Autopiloten bei Kurvenfahrten. Bei diesem neuartigen Konzept der Höhenführung kann auf eine Tastradwelle zwischen Häcksler und Radschar verzichtet werden. Dies verbessert die Sicht in das Rodeaggregat deutlich, verringert das Gewicht der Aufnahme und reduziert den Verschleiß auf ein Minimum.“