Kälber mögen Gesellschaft

Vor die Wahl gestellt, ob sie für sich bleiben oder mit einem anderen Kalb zusammen sein wollen, entschieden sich acht von zehn Bullenkälbern für einen »Kumpel«. Zu Beginn der Studie an der Universität von British Columbia waren die Kälber fünf Tage alt und konnten über einen Zeitraum von 15 Tagen wählen, ob sie durch eine zunehmend schwerer zu öffnende Tür zu einem anderen Kalb gehen wollten. Die Forscher stellten fest, dass das Bedürfnis nach Sozialkontakt hoch ist. Sie empfehlen daher, die in Europa und den USA weit verbreitete Einzelhaltung von Milchviehkälbern in den ersten Wochen zu überdenken, da ein Mangel an Sozialkontakten zu schlechter Futteraufnahme und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen könne.

Foto: Schreinecke