Rentenbank: Vorzieheffekte sorgen für starkes Neugeschäft

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 legte das Neugeschäft in den Fördersparten "Landwirtschaft" und "Erneuerbare Energien" kräftig zu, nämlich um 380 Mio. € bzw. 18% auf 2,45 Mrd. €. Im wesentlichen dafür verantwortlich war das „Investitionsprogramm Landwirtschaft“ des Bundes ("Bauernmilliarde"), das einen Anteil von 16% am Neugeschäft hatte. Entsprechend stieg auch die Nachfrage nach Maschinenfinanzierungen auf 929 Mio. € (Vorjahr: 669 Mio. €). Im Bereich der Erneuerbaren Energien sind es vor allem Windkraftfinanzierungen mit Zinsbindungen über 10 Jahre, die für den Anstieg im Neugeschäft verantwortlich sind. 
Insgesamt lag das Neugeschäft mit 5,6 Mrd. € aber unter Vorjahr (6 Mrd. €). "Das liegt in der Unsicherheit für die Branche bei langfristigen Investitionen begründet", so Vorstandssprecherin Nikola Steinbock. Vor allem die Tierhalter brauchten Klarheit über die Rahmenbedingungen.

Im ersten Quartal 2022 erhöhte sich das Neugeschäft mit Programmkrediten um gut 40%. "Wir können diese Zahlen aber nicht auf das Gesamtjahr fortschreiben, sondern rechnen mit einer sich abschwächenden Dynamik", so Steinbock. Der starke Anstieg sei auf Vorzieheffekte aufgrund steigender Zinsen zurückzuführen. So wurde parallel zur Bilanzpressekonferenz für die Programmkredite die elfte Zinserhöhung in diesem Jahr bekannt gegeben. Dennoch „trauen wir uns ein Neugeschäft mit Förderkrediten in Höhe von 7 Mrd. Euro“ in 2022 zu, sagte die Vorstandschefin zu den internen Planungen. Im Vergleich mit den 5,61 Mrd. € im vorherigen Geschäftsjahr eine satte Steigerung. Treiber sind vor allem die Erneuerbaren Energien und Impulse aus dem "Investitionsprogramm Landwirtschaft".

Nikola Steinbock, Vorstandssprecherin der Landwirtschaftlichen Rentenbank
(Foto: Landwirtschaftliche Rentenbank)