Export-Vizeweltmeister – aber wie lange noch?

Seit Jahren halten die Niederlande den zweiten Platz in der Rangliste der weltweiten Agrarexporteure. Aber es gibt durchaus Diskussionen im Land, ob das immer so bleibt. Die neue Regierung sieht ihre Aufgabe nämlich wegen der Umweltbelastungen in diesem dicht besiedelten Land eher in einer »naturinklusiven« Kreislaufwirtschaft. Die Auswirkungen des Brexit zeigen sich mit neuen Anforderungen der Briten erst ab 2022. Aber die Exportzahlen für 2021 sehen noch gut aus für die Agrarbranche. Erstmals wurde die Schwelle von 100 Mrd. € geknackt, davon 29 Mrd. € Re-Exporte. Ein Viertel geht nach Deutschland, es folgen Belgien mit 12 % sowie Frankreich und das Vereinigte Königreich mit je 8 %. Das wertmäßig »größte« Produkt ist wegen stark gestiegener Preise Blumensaatgut
(12 Mrd. €); es folgt mit 9 Mrd. € das Fleisch.  
Zum Vergleich: Der weltgrößte Exporteur, die USA, führte 2021 Agrargüter und Lebensmittel für umgerechnet 155 Mrd. € aus. Das waren 14 % weniger als im Allzeit-Rekordjahr 2014.

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