Weizenpreise: Der Trend zeigt steil nach oben

Die Weizenpreise in der EU zeigen sich seit Beginn der Kriegshandlungen in der Ukraine hoch volatil. Am Terminmarkt in Paris schwankten die Notierungen sowohl für die alte als auch für die neue Ernte seit 24. Februar um bis 40 Euro/t pro Handelstag. Dabei zeigt der Trend steil nach oben. Der alterntige März-Kontrakt, der in einer Woche ausläuft, sprang innerhalb der vergangenen fünf Handelstage um 84 Euro/t auf rekordhohe 361 Euro/t in die Höhe. Der Kontrakt für September 2022, also die neue Ernte, legte zeitgleich um 18 auf 297 Euro/t zu.

Auf Russland und die Ukraine entfällt rund ein Viertel der weltweiten Weizen- und Maisexporte. Der Beginn der militärischen Aktionen Russlands in der Ukraine lässt viele Fragen rund um die aktuelle und die kommende Ernte aufkommen. Am Schwarzen Meer ist die Logistik gestört. Berichte über zerstörte Eisenbahn-, Straßen- und Verladeterminals in der Ukraine häufen sich. Russlands Getreideausfuhren wiederum sind durch internationalen Sanktionen und die Unterbrechung der Schifffahrtswege beeinträchtigt. Das führt zu einer steigenden Nachfrage in der EU, den USA, Kanada und auch Australien. Kaum vorstellbar ist, dass die in der Ukraine anstehende Maisaussaat den bisherigen Prognosen entsprechen wird. Die Folgen für die Versorgung der EU und des Weltmarktes sind nicht absehbar.

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