Betriebsprämien. Nichts verschenken!

Die Reaktion kommt so zuverlässig wie die immer stärkere Bindung der EU-Prämien an Umweltvorgaben: "Mir reicht es jetzt. Ich schaffe das alleine und steige jetzt aus dem Brüsseler Wahnsinn aus!" Um viele Zeitschriftenseiten und einige eigene Rechnungen später festzustellen: "Na ja, so richtig lohnt das ja doch nicht." Abgesehen mal vom Risiko, die hohen Getreidepreise einfach in die Zukunft zu rechnen. Wie war das nochmal vor wenigen Jahren mit 16 €/dt?

Rechnen sollten Sie dennoch, aber zuerst mit den neuen Vorgaben. Und ja, es werden sich dabei Prämienverluste zeigen. Die Konsequenz ist aber nicht, über den Ausstieg zu grübeln. Sondern zu überlegen, wie Sie die neuen Prämien am besten für Ihren Betrieb nutzen. Denn die sind so knapp kalkuliert, dass Sie wirklich nichts zu verschenken haben.

Im Heft 2/2022 verraten wir Ihnen an Betriebsbeispielen, wie das am besten funktioniert.

Blühflächen, aber auch die vielfältige Fruchtfolge mit Leguminosen sind oft die günstigsten Möglichkeiten, die Prämie über Öko-Regelungen aufzustocken. (Foto: agrarfoto)