Gras nachsäen mit der Zinkenmaschine

Grünlandnachsaat. Mit der neu entwickelten Zinkensaat für die Grünlandnachsaat bietet Güttler zusätzlich zum bestehenden Programm in der Grünlandpflege eine Alternative zur Breitsaat an. Die Zinkensaat legt das Gräsersaatgut direkt hinter dem Zinken ab. Gedacht ist sie für überbetrieblichen Einsatz mit hoher Auslastung.

Die Firma beschreibt die beiden Möglichkeiten mit ihren Geräten so:

Bei der bisher schon angebotenen Breitsaat gelangt das Saatgut über die Saatleitungen vor die Prismenwalze und wird über die ganze Arbeitsbreite exakt verteilt. Bei der neuen Zinkensaat sind die Saatleitungen hinter den Zinken des Striegels befestigt und legen die Saat etwa 3 cm über dem Boden als Saatstreifen ab.

Die Breitsaat funktioniert optimal, wenndie Grasnarbe kurz ist, z. B. im zeitigen Frühjahr oder aber unterjährig direkt nach einem Schnitt. So gelangen die Samen sicher an den Boden und bekommen von der Walze den notwendigen Bodenschluss zum Keimen.

Lohnunternehmen, Maschinenringe und Mitglieder großer Maschinengemeinschaften werden immer wieder darauf stoßen, dass sie eigentlich um einige Tage zu spät kommen und die Grasnarbe zwischenzeitlich schon stark angeschoben hat. Kommt dann noch Feuchtigkeit hinzu, z.B. durch Taubildung, besteht Gefahr, dass die Samen regelrecht an den Gräsern hängen bleiben und gar nicht mehr an den Boden kommen und sich nicht etablieren können. Für solch schwierige Bedingungen ist die Zinkensaat gedacht.

Die Zinken arbeitet auch unter feuchteren Bedingungen, weil die Samen bodennah direkt hinter dem Striegelzinken abgelegt werden. Auch bei unterschiedlich hohem Grasbewuchs bringen sie die Saat stets an den richtigen Platz. Daher steht für die Grasnachsaat mehr Zeit zur Verfügung, weil auch unter nicht so günstigen Einsatzbedingungen gute Nachsaatergebnisse erzielt werden.