Fisch aus dem Bioreaktor

Dass in-Vitro-Fleisch auf dem Weg zur Marktreife ist, war in den DLG-Mitteilungen (8/21, S. 26) zu lesen. Auch Fisch-
ersatz ist auf einem guten Weg. Biologe Dr. Rakers von der Bluu GmbH, einer Ausgründung des Fraunhofer-Entwicklungszentrums für Marine und Zelluläre Biotechnologie EMB, erläutert, dass zunächst hybride Produkte wie Fischbällchen und Fischstäbchen zum Portfolio gehören werden. Bevor Fischfilet marktreif wird, ist weitere Forschungsarbeit erforderlich.
Da Aquakultur den Fischbedarf nicht decken könne und mit Massentierhaltung einhergehe, seien die Vorteile der zellbasierten Fischproduktion vielfältig: Die Schlachtung von Fischen entfällt, denn eine Biopsie zur Entnahme von Zellen ist nur einmal erforderlich. Außerdem sei das Produkt frei von Antibiotika, Gentechnik und Umweltgiften. Für ein marktfähiges Produkt müssen aber noch Prozessschritte verfeinert werden.

Foto: Bluu GmbH