Mitarbeiter. Das ändert sich beim Lohn

Gehaltsabrechnungen. Mindestlohn, Verlängerung des Corona-Bonus, höhere Sachbezugswerte – zum Jahreswechsel gibt es einige Änderungen zu berücksichtigen. Auf die wichtigsten möchten wir Sie hier aufmerksam machen.

Anhebung des Mindestlohns. Zum 1. Januar 2022 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,82 € pro Stunde. Die nächste Anpassung folgt zum 1. Juli 2022 – dann auf 10,45 €. Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer über 18 Jahre. Nicht dazu zählen Lehrlinge, Selbstständige und Personen, die einen freiwilligen Dienst ableisten.
Prüfen Sie, ob Arbeitsverträge angepasst werden müssen. So sind für Minijobber ab dem 1. Januar 2022 maximal 45,5 Stunden pro Monat (10,5 Wochenarbeitsstun-den) möglich, damit die 450-€-Grenze nicht überschritten wird. Ab Juli 2022 dürfen sie dann nur noch maximal 43 Stunden pro Monat arbeiten.

Corona-Bonus. Die Zahlungsfrist für die Corona-Sonderzahlung wurde bis zum 31. März 2022 verlängert. Ihren Mitarbeitern können Sie insgesamt 1 500 € steuerfrei überweisen, sofern dies zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgt. Für die Steuerfreiheit ist ein Nachweis über die Zahlung des Bonus notwendig. Anerkannt werden z. B. Lohnabrechnungen oder Überweisungsbelege, in denen der Bonus ausgewiesen ist. 

Steuer-ID für Minijobber. Neu ist für Arbeitgeber, dass mit dem Jahreswechsel die Steuer-Identifikationsnummern (kurz Steuer-IDs) für geringfügig entlohnte Beschäftigte im elektronischen Meldeverfahren an die Minijob-Zentrale übermittelt werden müssen. Diese bekommt jede in Deutschland gemeldete Person vom Bundeszen­tralamt für Steuern (BZSt) zugewiesen. 

Höhere Freigrenze für Sachbezüge. Kleine Extras vom Arbeitgeber können steuerfrei bleiben: Die monatliche Freigrenze für sogenannte Sachbezüge wird von bislang 44 € auf 50 € angehoben. Beliebt sind dabei ­Gutscheine oder Tankkarten. Beachten Sie aber, dass der Lohnbonus nur für Sachleistungen in Betracht kommt, nicht aber für Geld. Für zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen und andere Vorteile, die auf einen Geldbetrag lauten, scheidet die Freigrenze also von vornherein aus. Diese sind vom ersten Euro an steuerpflichtig.

Brigitte Barkhaus, LBH-Steuerberatungsgesellschaft mbH, Friedrichsdorf

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