23.05.2019

Junge DLG. Next Level Farming

Foto: landpixel
Fünf Studenten aus Göttingen wollen mit einem Modelabel über Landwirtschaft ins Gespräch kommen.

Pitchen ist eine Kunst für sich und für Start-ups enorm wichtig. Denn wer mit einem guten Pitch überzeugt, kann geeignete Investoren, neue Kunden und Unterstützer für sein Unternehmen gewinnen. Dieses Format hat die Junge DLG ausprobiert: Genau sechs Minuten hatten die Gründer Zeit, ihre Geschäftsidee zu präsentieren.  

Bauernkind. Lukas Meyer-Tonndorf hat während des Agrarstudiums in Göttingen zusammen mit seinen vier WG-Bewohnern vor einem Jahr das Mode­label »Bauernkind« gegründet. Sie haben Pullover, Shirts, Mützen und für die Kleinen Strampler im Sortiment.
Wie die Fünf auf die Idee kamen. Ausschlaggebend war ein Bericht in den ­Tagesthemen von der Grünen Woche über Mobbing von Bauernkindern. »Da waren wir geradezu entsetzt. Wir kommen alle vom Land und sind stolz darauf. Das wollen wir auch zeigen«, schildert Lukas Meyer-Tonndorf die Anfänge. Seither machen die Jungs alles selber. Website, Social Media, rechtliche Fragen wie Gesellschaftsform und AGB – all die Erfahrungen haben sie auch persönlich weitergebracht.
Das Logistik-Problem wurde ganz pragmatisch gelöst: Der Bestellvorgang findet in Wellen statt. Der Onlineshop ist für sieben Tage geöffnet und man kann dort einkaufen. Dann wird der Shop geschlossen und die bestellte Ware produziert und versandt. Aktuell wurde gerade die achte Bestellwelle abgewickelt.
Das Studium ist inzwischen vorbei, aber das Start-up lebt. »Unser Ziel ist es, den Begriff Bauernkind zu entstauben. Wir wollen zeigen, dass unsere Branche jung und dynamisch ist. Und das Gefühl vom Land wollen wir nach draußen tragen und über Landwirtschaft ins Gespräch kommen«, sagt Lukas Meyer-Tonndorf.
Weitere Infos unter bauernkind.de

KUHdo. Frederik Karnath ist Geschäftsführer des Kieler Start-ups KUHdo. Er hat zusammen mit seinen drei Mitgründern eine App entwickelt, die Milchviehhalter bei der Preisabsicherung über Milchterminkontrakte unterstützen soll. Schnell und unkompliziert soll man seine innerbetrieblichen Kostendaten bzw. Grenzpreise mit den aktuellen Absicherungsmöglichkeiten auf Basis der EEX-Terminmarktkurse vergleichen können. Darüber hinaus gibt es regelmäßig Marktinformationen und bei starken Schwankungen der Börsenkurse eine Nachricht aufs Handy. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Weitere Infos unter kuhdo.de

AgrarWiTrend. Philipp Wree hat eine Plattform für regelmäßige Umfragen zu Trends in der ­Agrarwirtschaft entwickelt. Monatlich soll das aktuelle Geschäftsklima innerhalb der Landwirtschaft ähnlich dem ifo-Geschäftsklimaindex abgefragt und in einem Trendbericht veröffentlicht werden. Darüber hinaus gibt es auch Umfragen zu aktuellen Themen wie z. B. der Digitalisierung.
Wieso soll man sich als Landwirt beteiligen? Man bekommt als teilnehmender Landwirt kostenlos einen Bericht über die ausgefüllten Umfragen und kann damit ­seine eigenen Einschätzungen mit denen anderer Berufskollegen vergleichen. Ein solches Benchmark ist in anderen Branchen ein wichtiges Strategiewerkzeug, das jetzt eben auch der Landwirtschaft bereitgestellt werden soll.
Neben Landwirten sind natürlich auch Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Verbände und die Politik angesprochene Nutzergruppen.
Weiter Infos unter agrarwitrend.de

Möller Agrarmarketing. Er ist der Mann der Zahlen, Rainer Möller. Mit seinen Excel-Tools und Apps gibt er dem Landwirt nützliche Hilfsmittel für das Management an die Hand. Wo bisher vieles aus dem Bauch heraus entschieden wurde, können die einfachen und übersichtlichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen helfen. Vom Liquiditäts-Check über einen Pachtpreisrechner, den Trecker-Check bis hin zur Erfolgskontrolle bei Milch und Schwein – der Landwirtssohn aus Stade hat für jeden etwas im Repertoire.
Weitere Infos unter moeller-agrar­marketing.de

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