---
title: Stilllegung. Viel Lärm um ziemlich wenig
url: "https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/stilllegung-viel-laerm-um-ziemlich-wenig"
description: "Eine Freigabe der Stilllegung höhlt den Artenschutz aus? Welch ein Unfug! Sie ist vielmehr eine Chance für guten Ackerbau. Ein Kommentar von unserem Korrespondenten Thomas Preuße."
image: "https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_AdobeStock_417556801_Editorial_Use_Only_e1277f1178.jpeg"
date: 2024-02-15
modified: 2025-06-10
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.UTF-8
author:
  - Thomas Preuße
---

# Stilllegung. Viel Lärm um ziemlich wenig

- [ Ackerbau ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/ackerbau "Ackerbau")
- [ Agrarpolitik ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/agrarpoltik "Agrarpolitik")
- [ Weltspiegel ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/weltspiegel "Weltspiegel")

              ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_AdobeStock_417556801_Editorial_Use_Only_67d6bf7695.jpeg)    Ersteller: S. Leitenberger Quelle: stock.adobe.com

   15. Februar 2024    Stilllegung. Viel Lärm um ziemlich wenig
================================================================

 Eine Freigabe der Stilllegung höhlt den Artenschutz aus? Welch ein Unfug! Sie ist vielmehr eine Chance für guten Ackerbau. Ein Kommentar von unserem Korrespondenten Thomas Preuße.

Welch ein Getöse um GLÖZ 8! Wir wollen hier gar nicht diskutieren, was die Kommission dazu bewegt, den EU-Ländern die Möglichkeit gibt, die Flächenstilllegung für 2024 auszusetzen. Deren Patt gibt ihr nach dem Aus für die SUR abermals die Möglichkeit, ein freundliches Signal an bestimmte Länder zu senden. Frankreich fällt uns ein, Italien oder Polen… Und wie entscheidet das sonst so enthaltungsfreudige Deutschland? Das Landwirtschaftsministerium zeigt sich „überrascht“ (was übersetzt heißt: Wir haben keinen Plan), das Umweltministerium ist erwartungsgemäß strikt dagegen. Beiden schweben neue Ökoregeln vor oder mehr Geld für die alten, um die sehr verhaltene Akzeptanz zu steigern.

**Aber könnte es nicht sein, dass der Kommissionsvorschlag am Ende mehr für Klima und Biodiversität bewirkt** als 4% verpflichtende Brache? Leguminosen und Zwischenfrüchte würde man in vielen engen Fruchtfolgen gern häufiger sehen. Statt einer verunkrauteten Brache wären sie ein echter Anreiz, den Ackerbau auch mit Blick auf die Umwelt besser zu machen. Der Faktor 1 (statt wie früher mal 0,3) ist ein starkes Argument, der verbotene Pflanzenschutz natürlich ein Risikofaktor in den Leguminosen.

**Dass die Freigabe den Artenschutz „aushöhle“, ist schlicht Unfug.** Zeigt nicht das „Leben“, dass Stilllegungsverpflichtungen gern an „verlorenen“ Ecken umgesetzt werden und nicht dort, wo sie vielleicht die beste Wirkung zeigen? Außerdem muss ich schon wissen, ob ich lieber Insekten schützen will oder Vögel. Deshalb ist mir im Zweifelsfall 1% vernetzt angelegte (mehrjährige) Blühfläche lieber als 4% schlampige Stilllegung, die zum Teil auch noch (und verständlicherweise) jenseits der Betriebsgrenzen dort stattfindet, wo sie am wenigsten Schaden anrichtet. Ich weiß natürlich, dass dies (über die zweite Säule) vor allem die Bundesländer fordert. Aber mich ärgert schon lange diese Scheindiskussion um die Quantität, wo es doch (bei der Biodiversität) vor allem auf Qualität ankommt. Und das sollte hier einfach nochmal gesagt sein.

 Mehr zum Thema
----------------

               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Autoren/Redaktion/1222_Skau.jpg)

- [ Meinung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/meinung "Meinung")

   21. Februar 2024     [ Kommentar Agrarpolitik. Wunsch oder Wirklichkeit? ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/agrarpolitik-wunsch-oder-wirklichkeit "Kommentar Agrarpolitik. Wunsch oder Wirklichkeit?")
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Fast ist man dieser Tage geneigt, sich einer Illusion hinzugeben: Hält in Brüssel etwa das rationale Denken Einzug? SUR wird jetzt auch in der EU-Kommission ad acta gelegt, ebendiese Kommission erlaubt das temporäre Aussetzen der Flächenstilllegungen und vergangene Woche stellte das Parlament Lockerungen im Umgang mit Crispr/Cas in der Pflanzenzüchtung in Aussicht.

               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_AdobeStock_53389526_0d6716b803.jpeg)

- [ Agrarpolitik ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/agrarpoltik "Agrarpolitik")

   13. Februar 2024     [ GLÖZ-8-Verpflichtung. DBV fordert zügige Entscheidung und Klarheit bis spätestens Ende Februar ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/gloez-8-verpflichtung-dbv-fordert-zuegige-entscheidung-und-klarheit-bis-spaetestens-ende-februar "GLÖZ-8-Verpflichtung. DBV fordert zügige Entscheidung und Klarheit bis spätestens Ende Februar")
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, erwartet jetzt eine zügige Entscheidung der Bundesregierung zur heute im europäischen Amtsblatt veröffentlichten Durchführungsverordnung (EU) 2024/587 zur geänderten Möglichkeit für die Erfüllung der sogenannten GLÖZ-8-Verpflichtung (nichtproduktive Flächen und Landschaftselemente) im Zuge der diesjährigen GAP-Förderung.

               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/23-12/1_abha_ibl_th_koln.jpg)

- [ Ackerbau ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/ackerbau "Ackerbau")

   29. November 2023     [ Neuartige Pflanzenerkennung für den ökologischen Ackerbau  ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/neuartige-pflanzenerkennung-fuer-den-oekologischen-ackerbau "Neuartige Pflanzenerkennung für den ökologischen Ackerbau ")
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mechanische Verfahren zur Unkrautbekämpfung für die Landwirtschaft werden immer wichtiger. Das Institut für Bau- und Landmaschinentechnik der TH Köln entwickelt deshalb im Projekt ABHA seit 2020 eine neuartige Pflanzenerkennung zur Steuerung von Hackwerkzeugen im Maisanbau. Darüber hinaus wurden mehrjährige Feldversuche durchgeführt, die das Potenzial mechanischer Verfahren verdeutlichen.