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title: "Meinung. Rollback oder Zukunftsidee?"
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description: Gerichte aus der ganzen Welt, Myriaden von Düften und Pavillons so bunt wie die kulinarische Vielfalt – dafür steht zu Jahresbeginn die Grüne Woche. In ihrem 99. Jahr fällt diese mitten in den Wahlkampf und ist so politisch wie lange nicht mehr.
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date: 2025-01-21
modified: 2025-06-06
keywords:
  - Zukunftsidee
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Thomas Künzel
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# Meinung. Rollback oder Zukunftsidee?

- [ Agrarpolitik ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/agrarpoltik "Agrarpolitik")
- [ Branche ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/branche "Branche")
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   21. Januar 2025    Meinung zur Agrarpolitik. Rollback oder Zukunftsidee?
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 Gerichte aus der ganzen Welt, Myriaden von Düften und Pavillons so bunt wie die kulinarische Vielfalt – dafür steht zu Jahresbeginn die Grüne Woche. In ihrem 99. Jahr fällt diese mitten in den Wahlkampf und ist so politisch wie lange nicht mehr.

          ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Autoren/Redaktion/0118_Kuenzel_DSC_6495.jpg)    Ersteller: DLG-Mitteilungen  Thomas Künzel, Chefredakteur der DLG-Mitteilungen

> Einen Plan für die längst überfällige Reform der GAP gibt es nicht.

**Agrarpolitik.** Gerichte aus der ganzen Welt, Myriaden von Düften und Pavillons so bunt wie die kulinarische Vielfalt – dafür steht zu Jahresbeginn die Grüne Woche. In ihrem 99. Jahr fällt diese mitten in den Wahlkampf und ist so politisch wie lange nicht mehr. Doch schaut man sich die landwirtschaftlichen Themen in den Wahlprogrammen der Parteien zur Bundestagswahl im Februar genauer an, fehlt darin eine Zukunftsidee für die Branche oder die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Stattdessen geht es um Bürokratieabbau, Steuerermäßigungen, Lieferverträge, Öko-Regelungen, Bioanteil und natürlich um Agrardiesel. Das klingt nach Rollback statt Zukunftsvision. Die Programme versacken im Nationalkleinklein.

Einen starken Auftritt und Gegenpol, der vielen Landwirten Hoffnung macht, legte der EU-Agrarkommissar Christophe Hansen bei der Eröffnungsveranstaltung der Grünen Woche hin. Er will nah bei den Menschen sein, deren Anliegen er in Brüssel vertritt. Und das kommt gut an. So hat er angekündigt, er wolle die Position der Landwirte in der Wertschöpfungskette stärken. Lebensmittel als Teil von Rabattschlachten des LEH hält er für bedenklich. Außerdem wolle er sich während seiner Amtszeit besonders für die Abschaffung von Bürokratie in der EU-Landwirtschaftspolitik
einsetzen: »Da ist noch mehr drin. Ich will, dass die Vereinfachung auch auf dem Hof zu spüren ist.« Das ist nicht neu. Nur hat sich die Bürokratie in den letzten zwei Dekaden vervierfacht! Das scheint also nicht sehr erfolgversprechend zu sein. Wir müssen anders an das Thema herangehen. Auch Bürokratie gehört digitalisiert, frei nach dem Motto: Mehr smart, weniger Staat. Der Wermutstropfen: Wie Hansen das Ziel Bürokratieabbau konkret erreichen will, hat er nicht verraten.

Mit Blick auf die Debatte um die künftigen EU-Prämien lehnte der Kommissar Forderungen nach Kürzung der Zahlungen entschieden ab. Er plädiert aber dafür, die Mittel umzuschichten: Geld soll vor allem an bedürftige Betriebe
fließen, an Familienbetriebe und Junglandwirte. Das ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die schon seit einiger Zeit gebetsmühlenartig bemängeln, dass die Subventionen teilweise an die Falschen ausgeschüttet werden und damit den Strukturwandel fördern. Konkrete Empfehlungen liefert der Abschlussbericht des Strategischen Dialogs zur Zukunft der EU-Landwirtschaft. Es bleibt die Frage: Wo sind die strategisch denkenden Köpfe, die im Februar ein Konzept für den nächsten Koalitionsvertrag schmieden? Und gelingt es Hansen, den wohligen Ankündigungen Taten folgen zu lassen und die längst überfällige Reform der GAP anzustoßen? Sonst ist die Sympathie schnell verspielt.

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               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Autoren/Redaktion/0118_Preusse_6556.jpg)

- [ Meinung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/meinung "Meinung")

###    16. September 2024     [ Agrarpolitik. Es könnte so schön sein... ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/agrarpolitik-es-koennte-so-schoen-sein "Agrarpolitik. Es könnte so schön sein...")

... wenn man, statt im Büro zu sitzen, mal öfters rauskäme, um zum Beispiel Bestände zu kontrollieren. Wenn die Politik mehr Vertrauen in die Landwirtschaft hätte, anstatt sie mit immer detaillierteren Vorgaben zu überziehen. Wenn das viele Geld, das über die GAP in die Landwirtschaft fließt, zielführender eingesetzt würde.

               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-9/DLG0924_09_AdobeStock_495357377.jpg)

- [ Weltspiegel ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/weltspiegel "Weltspiegel")

###    06. September 2024     [ Gemeinsame Agrarpolitik: Ein Blick nach vorn ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/gemeinsame-agrarpolitik-ein-blick-nach-vorn "Gemeinsame Agrarpolitik: Ein Blick nach vorn")

Alle sieben Jahre ist die Budgetplanung in Form des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) fällig, der die jährlichen Ausgaben und somit die Spielräume für die jeweiligen Fachpolitiken markiert. 2028 beginnt eine neue MFR-Periode und endet folglich auch die aktuelle Agrarpolitik.

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- [ Meinung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/meinung "Meinung")

###    21. Februar 2024     [ Kommentar Agrarpolitik. Wunsch oder Wirklichkeit? ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/agrarpolitik-wunsch-oder-wirklichkeit "Kommentar Agrarpolitik. Wunsch oder Wirklichkeit?")

Fast ist man dieser Tage geneigt, sich einer Illusion hinzugeben: Hält in Brüssel etwa das rationale Denken Einzug? SUR wird jetzt auch in der EU-Kommission ad acta gelegt, ebendiese Kommission erlaubt das temporäre Aussetzen der Flächenstilllegungen und vergangene Woche stellte das Parlament Lockerungen im Umgang mit Crispr/Cas in der Pflanzenzüchtung in Aussicht.