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title: Meinung Tierwohl. Unvermögen und Unwille
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description: "Alle sind sich einig: Der Umbau der Schweinehaltung gelingt nur, wenn auch Ställe neu- bzw. umgebaut werden. Doch genau hier herrscht Stillstand und noch nicht mal die vorhandenen Fördermittel werden abgerufen."
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date: 2025-08-05
modified: 2025-08-05
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Christin Benecke
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# Meinung Tierwohl. Unvermögen und Unwille

- [ Tierhaltung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/tierhaltung "Tierhaltung")
- [ Tierwohl ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/tiewohl "Tierwohl")

   05. August 2025    Meinung Tierwohl. Unvermögen und Unwille
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 Alle sind sich einig: Der Umbau der Schweinehaltung gelingt nur, wenn auch Ställe neu- bzw. umgebaut werden. Doch genau hier herrscht Stillstand und noch nicht mal die vorhandenen Fördermittel werden abgerufen.

          ![Portrait Chrisitin Benecke](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Redaktion/0118_Benecke.jpg)   Christin Benecke

> Tierwohl – seit Jahren Konsens, doch keine politische Konsequenz.

In konkreten Zahlen klingt das so: Im ersten Jahr nach Start des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung (2024) wurden von 150 Mio. € gerade einmal 11 Mio. € abgerufen. 2025 sieht es kaum besser aus: Von den eingeplanten 200 Mio. € sind bislang nur 18 Mio. € geflossen.
Verwundern kann das eigentlich niemanden. Experten haben von Anfang an kritisiert, dass die Förderkonditionen kaum Anreize bieten und allenfalls im Rahmen eines Mitnahmeeffekts – vor allem für Biobetriebe – interessant sind. Umso ernüchternder, dass selbst dieser Effekt kaum greift. Noch deprimierender: Erst jetzt beginnen agrarpolitische Stimmen aus der SPD zu fragen, ob gesetzliche Hürden oder schlicht fehlende Perspektiven den Stallbau blockieren. Die Antwort liegt lange auf der Hand: beides.
Die Hoffnung, dass das unfassbar langsame Durchsickern dieser Realität die Politik nun endlich zu Maßnahmen antreibt, die Investitionen in Tierwohlställe entfesseln, ist aber ohnehin gering. Dass die im Koali­ti­onsvertrag versprochenen 1,5 Mrd. € für den Umbau der Tierhaltung im nächsten Bundeshaushalt auftauchen, ist kaum vorstellbar. Nicht erst die aktuelle politische Großlage spricht dagegen. Genau aus diesem Grund hatte die Borchert-Kommission bereits 2019 auf eine komplett haushaltsunabhängige Finanzierung vorgeschlagen. Möglich ist dieser Weg immer noch – doch auch dazu fehlt nach
wie vor der politische Wille.

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