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title: Grossbritannien. Kulturpflanzen steuern nützliche Mikroorganismen
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description: Unterschiedliche Böden bedeutet unterschiedliche Zusammensetzung der dort tätigen Mikroorganismen. Deren Aktivität hängt aber nicht primär davon ab, sondern wird von den Kulturpflanzen gesteuert.
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date: 2026-06-26
modified: 2026-06-23
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Thomas Preuße
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# Grossbritannien. Kulturpflanzen steuern nützliche Mikroorganismen

- [ Ackerbau ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/ackerbau "Ackerbau")

              ![Rapswurzel im März](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_DLG0726_08_Raps_Wurzel_im__Maerz-ID99295_a9b13e3391.jpg)    Ersteller: agrarfoto

   26. Juni 2026    Grossbritannien. Kulturpflanzen steuern nützliche Mikroorganismen
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 Unterschiedliche Böden bedeutet unterschiedliche Zusammensetzung der dort tätigen Mikroorganismen. Deren Aktivität hängt aber nicht primär davon ab, sondern wird von den Kulturpflanzen gesteuert.

Diese suchen sich gezielt Mikroorganismen heraus, die für einzelne Bedürfnisse – Nährstoffaneignung oder Stresstoleranz – nötig und nützlich sind. Das haben mehrere britische Forschungsinstitute auf der Basis von 24.000 Bakterienkulturen und 315 Bodenmikrobiom-Gemeinschaften herausgefunden.

So zieht die Wurzelumgebung (Rhizosphäre) von Zuckerrüben und Raps vor allem Mikroorganismen an, die helfen, der trockeneren Umgebung ihrer Pfahlwurzeln entgegenzuwirken. Gerste lässt sich beim Aufschluss von Zink mikrobiell helfen. Leguminosen wiederum zeigen eine nur eingeschränkte Fähigkeit bei der Stickstoff-Verfügbarkeit, da die Symbiose mit Rhizobien bereits eine ausreichende Versorgung gewährleistet.

Diese Funktionsmuster blieben über eine große Zahl von Böden und Standorten konstant. »Einfach mal die mikrobielle Aktivität der Böden durch Inokulation irgendwelcher Mikroorganismen erhöhen« ist somit als Ansatz für mehr Bodengesundheit suboptimal. Langfristig muss man bei der Züchtung ansetzen, damit die Pflanzen selbst die für sie optimalen Organismen heraussucht.

 Mehr zum Thema
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- [ Weltspiegel ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/weltspiegel "Weltspiegel")

   02. Juni 2026     [ Grossbritannien. Vorreiter neuer Züchtungstechnologien ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/grossbritannien-vorreiter-neuer-zuechtungstechnologien "Grossbritannien. Vorreiter neuer Züchtungstechnologien")
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Vielleicht macht das EU-Parlament nach einer erneuten Verzögerung ja im Juni den Weg für die neuen Züchtungstechnologien frei. Dies würde mittelfristig wahrscheinlich die Schleusentore für eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten öffnen. Vorreiter in Europa sind die Briten: Sie haben 2025 ein eigenes Zulassungssystem für mit »Präzisionszüchtung« veränderte Pflanzen eingeführt.

               ![Weizenähre Blühbeginn](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/26-5/DLG0526_10_agrar-press_Weizen_Bluehbeginn_15-ID97867.jpg)

- [ Weltspiegel ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/weltspiegel "Weltspiegel")

   30. April 2026     [ Grossbritannien. Hitze wird gefährlicher als Trockenheit ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/grossbritannien-hitze-wird-gefaehrlicher-als-trockenheit "Grossbritannien. Hitze wird gefährlicher als Trockenheit")
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»Vorsommertrockenheit« ist bislang das zentrale Stichwort, wenn es um Risiken für Getreideerträge vor dem Hintergrund des Klimawandels geht. Künftig dürfte jedoch »Hitzestress« stärker in den Vordergrund rücken – das zeigen Untersuchungen der englischen Forschungsanstalt Rothamsted.

               ![Zwei Schweine im Aufzug für die CO2-Betäubung im Schlachthof](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/26-3/DLG0326_10_lpx_00150262.jpg)

- [ Weltspiegel ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/weltspiegel "Weltspiegel")

   27. Februar 2026     [ Grossbritannien. Bessere Bedingungen bei der Schlachtung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/grossbritannien-bessere-bedingungen-bei-der-schlachtung "Grossbritannien. Bessere Bedingungen bei der Schlachtung")
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Der britische Tierschutzausschuss empfiehlt, die CO2-Betäubung bei der Schlachtung in den nächsten fünf Jahren abzuschaffen. Das unabhängige Beratergremium hat eine Stellungnahme zu den Auswirkungen der Betäubung mit CO2 veröffentlicht.