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title: Großbritannien. Biodiversität über die Luft messen
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description: "In der Klimadiskussion ist es einfach: eine Tonne CO2 ist eine Tonne CO2. Aber zwischen dem, was wir über die Biodiversität tatsächlich wissen, und dem, was wir aus diesem Wissen gern ableiten, klafft eine gewaltige Lücke. Britische und kanadische Forscher haben jetzt ein neues Instrument gefunden, diese Lücke mit wenigstens teilweise zu schließen: die Analyse von DNA in der Umwelt."
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date: 2025-09-16
modified: 2025-09-16
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Thomas Künzel
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# Großbritannien. Biodiversität über die Luft messen

- [ Ackerbau ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/ackerbau "Ackerbau")
- [ Weltspiegel ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/weltspiegel "Weltspiegel")

   16. September 2025    Großbritannien. Biodiversität über die Luft messen
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 In der Klimadiskussion ist es einfach: eine Tonne CO2 ist eine Tonne CO2. Aber zwischen dem, was wir über die Biodiversität tatsächlich wissen, und dem, was wir aus diesem Wissen gern ableiten, klafft eine gewaltige Lücke. Britische und kanadische Forscher haben jetzt ein neues Instrument gefunden, diese Lücke mit wenigstens teilweise zu schließen: die Analyse von DNA in der Umwelt.

          ![Geräte zur Messung der Luftqualität an einer Hauswand](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/25-9/DLG0925_08_Klaus_Eppele_-_stock.adobe.com_AdobeStock_334120492.jpg)    Ersteller: Klaus Eppele Quelle: stock.adobe.com

Pollen, Sporen und Pflanzenreste finden sich überall in der Luft. Sie können über schon vorhandene Messstationen »gefangen« werden, die normalerweise der Überwachung von Schwermetallen dienen. Spezielle Luftfilter sammeln Partikel mit weniger als 10 Mikrometern Durchmesser. Diese werden mittels Metabarcoding analysiert. Diese Methode nutzt Informationen aus DNA-Datenbanken, um bestimmte Arten anhand der Ähnlichkeit ihres Erbmaterials zu identifizieren. Im Prinzip arbeitet Metabarcoding wie der Strichcode im Supermarkt.
In den Filtern von 15 Messstationen im Vereinten Königreich blieb fast alles hängen: Weizen, Raps, Gurken, Kohl, aber auch Wildkräuter und Zierpflanzen. Farne sind wahrscheinlich für die Filter zu groß. Dagegen gingen den Forschern Schadpilze wie Ramularia »ins Netz« – woraus sie die Möglichkeit eines Frühwarnsystems für den Pflanzenschutz ableiten.

**Biodiversität wird oft in Verbindung gebracht mit Organismen, die sich gut sehen bzw. erfassen lassen.** Das sind in erster Linie die Vögel, aber auch andere Tiere. Bei Pflanzen, Algen und Pilzen ist die DNA meist besser, erst recht bei Moosen, Algen und Flechten, die oft kaum systematisch erfasst werden. Nur die Farne fallen, weil zu groß, durchs Raster der DNA-Analyse.
Um Zufallsfunde zu vermeiden, haben die Forscher ihre Funde mit deren möglichen Quellen abgeglichen. Und siehe da: Meist stammten sie aus dem Umfeld der Messstationen. Da diese 2 m über dem Boden messen, ist dies auch nachvollziehbar. Gefunden scheint also eine Methode, die ohne neue Gerätschaften und ohne Personal breite Erkenntnis verspricht. Die Herausforderung bleibt, aus den vielen Daten relevante Schlüsse zu ziehen.

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               ![Marienkäfer auf einer Triticale-Pflanze](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/25-8/DLG0825_72_2025_Marienk%C3%A4ferInTriticale_TempelNAN.jpg)

- [ Nachhaltigkeit ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/nachhaltigkeit "Nachhaltigkeit")

   04. August 2025     [ Biodiversität. Hand in Hand geht’s besser ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/biodiversitaet-hand-in-hand-gehts-besser "Biodiversität. Hand in Hand geht’s besser")
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Miteinander und voneinander lernen – das ist das Konzept eines umfangreichen niedersächsischen Projektes. Auf Praxisflächen werden über fünf Jahre verschiedene Strategien zur Erhöhung der Biodiversität und Insektenvielfalt geprüft. Unsere Autoren berichten über erste Erkenntnisse.

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- [ Meinung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/meinung "Meinung")

   19. Dezember 2024     [ Kommentar zur Biodiversitäts-Strategie: Das wird so nichts  ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/kommentar-zur-biodiversitaets-strategie-das-wird-so-nichts "Kommentar zur Biodiversitäts-Strategie: Das wird so nichts ")
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Mit der am 18. Dezember 2024 verabschiedeten „Nationalen Strategie für Biologische Vielfalt“ (NBS 2030) schreibt die Bundesregierung die zentrale Naturschutzstrategie von 2007 fort. Ein Aktionsplan listet eine wahre Fülle von Maßnahmen auf, die bis 2030 umgesetzt werden sollen.

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- [ Betriebsführung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/betriebsfuehrung "Betriebsführung")

   06. August 2024     [ Biodiversität. Buntes Treiben im Getreide ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/biodiversitaet-buntes-treiben-im-getreide "Biodiversität. Buntes Treiben im Getreide")
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Zu alternativen Anbaukonzepten mit dem Ziel einer erhöhten Biodiversität wird derzeit viel geforscht. Getreide in weiter Reihe mit blühender Untersaat ist dafür ein attraktiver Ansatz. Wichtige Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit liefert ein vierjähriges Projekt auf 86 Betrieben.