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title: So wenig Getreideanbaufläche wie noch nie
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description: Die Getreideanbaufläche in Deutschland wird nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) in diesem Jahr erstmalig auf unter sechs Millionen Hektar fallen. „Wir rechnen mit einer Getreideanbaufläche von 5,9 Millionen Hektar. Das ist ein neuer Tiefststand“, betont Guido Seedler, Getreidemarktexperte des Verbands.
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date: 2024-03-18
modified: 2025-06-10
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Lukas Arnold
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# So wenig Getreideanbaufläche wie noch nie

- [ Ackerbau ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/ackerbau "Ackerbau")
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              ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/2/2/csm_r2x000131_LSC_1__cabbc60b27.jpg)    Ersteller: John Deere

   18. März 2024    Getreideanbaufläche 2024. Erste Schätzung vom Deutschem Raiffeisenverband (DRV)
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 Die Getreideanbaufläche in Deutschland wird nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) in diesem Jahr erstmalig auf unter sechs Millionen Hektar fallen. „Wir rechnen mit einer Getreideanbaufläche von 5,9 Millionen Hektar. Das ist ein neuer Tiefststand“, betont Guido Seedler, Getreidemarktexperte des Verbands.

Der erneute Flächenrückgang hat verschiedene Gründe. So werden beispielsweise weiterhin Ackerflächen für Baumaßnahmen oder die Errichtung von Fotovoltaikanlagen in Anspruch genommen. Als Konsequenz erwartet der DRV für das Jahr 2024 eine rückläufige Getreideernte.

**Zunahme der Flächenkonkurrenz erwartet**

Der DRV rechnet damit, dass sich die [Flächenkonkurrenz](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/nutzungskonkurrenz-kampf-um-flaechen-wird-haerter) in den kommenden Jahren weiter zuspitzt und sich die Anbaufläche noch deutlich stärker verringert. Nach einer Studie des Thünen-Instituts können bis zum Jahr 2030 insgesamt bis zu 600.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche durch Bebauung oder die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen (z.B. Moorbodenwiedervernässung) verlorengehen. Seedler: „Bezogen auf die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche in Deutschland sind das zirka drei Prozent.“ Daher müssen nach DRV-Ansicht möglichst viele Flächen für die Landwirtschaft gesichert und die Produktivität dort nachhaltig gesteigert werden. „Nur so kann Deutschland seinen Beitrag zur Bekämpfung des weltweiten Hungers leisten. Hier stehen wir vor großen Herausforderungen. Die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln soll bis 2050 um rund 50 Prozent steigen“, erklärt der Getreideexperte.

          ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-3/2024-03-14_PM_DRV_erste_Ernteschaetzung_Guido_Seedler.png)   Guido Seedler, DRV-Warenwirtschaft  Ersteller: DRV

**Getreidebestände haben unter Niederschlägen gelitten**

„Während Frostschäden nur begrenzt auftraten, hat die Landwirtschaft in vielen Regionen seit Monaten mit einer hohen Wassersättigung der Böden und Überschwemmungen zu kämpfen“ richtet Seedler den Blick auf die aktuelle Situation. Zum Teil habe im Herbst wegen der Nässe kein Getreide ausgesät werden können. Besonders betroffen sind Niedersachsen und Teile Schleswig-Holsteins. Dort sind die Bestände oftmals geschwächt aus dem Winter gekommen, teilweise müssen Flächen neu angesät werden, da die Pflanzen unter Wasser verfaulen. Dank des frühlingshaften Wetters hat sich die die Lage mittlerweile entspannt. Frühjahrsdüngung und Aussaatarbeiten haben überall in Deutschland begonnen. Allerding sind schwere Böden insbesondere in Norddeutschland weiterhin kaum befahrbar.

**DRV-Prognose: Getreide 41 Millionen Tonnen, Raps 3,9 Millionen Tonnen**

Bei durchschnittlichen Erträgen geht der Verband derzeit rechnerisch von einer Getreideernte in Höhe von 41 Millionen Tonnen aus. Das wäre ein Minus von gut 3,5 Prozent zum Vorjahr. Beim [Raps](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/raps-weiter-rege-nachfrage) rechnet der DRV aktuell mit einem Ergebnis von 3,9 Millionen Tonnen und damit unter Vorjahresniveau.

[Hier](https://www.raiffeisen.de/sites/default/files/2024-03/2024-03-14_PM_DRV_erste_Erntesch%C3%A4tzung_2024_Tabelle.pdf) können Sie die Einschätzungen für die einzelnen Getreidearten sowie die für den Winterraps in den verschiedenen Bundesländern nachlesen.

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               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-5/Naehrstoffmangel_Getreide.jpg)

- [ Betriebsführung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/betriebsfuehrung "Betriebsführung")

   03. Mai 2024     [ Blick ins Feld. Nährstoffmangel in Getreide ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/blick-ins-feld-naehrstoffmangel-in-getreide "Blick ins Feld. Nährstoffmangel in Getreide")
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Im gesamten Beratungsgebiet fallen in dieser Frühjahrssaison auffallend oft Flächen mit Nährstoffmangelsymptomen auf. Von Spurenelementmangel wie Bor, Mangan und Kupfer bis hin zu Mangelerscheinungen von Makronährstoffen wie Magnesium und Schwefel. Gerade nach den letzten deutlichen Niederschlägen Mitte/Ende April inmitten einer Phase mit gewöhnlich intensivem Wachstum häufen sich wieder die Fälle und intensivieren sich die Erscheinungsbilder.

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   16. April 2024     [ Sommergetreide. Tipps für die Herbizidstrategie ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/sommergetreide-tipps-fuer-die-herbizidstrategie "Sommergetreide. Tipps für die Herbizidstrategie")
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Das Sommergetreide ist vielerorts im Boden. Jetzt kommt es auf die richtige Herbizidstrategie an. Hanse-Agro zeigt, was zu tun ist.

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   18. März 2024     [ Wintergerste. Typhula und Vitalisierung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/wintergerste-typhula-und-vitalisierung "Wintergerste. Typhula und Vitalisierung")
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Zeit, einmal genauer auf die Entwicklung der Wintergerstenbestände zu blicken. Wie haben sie den Winter 2023/2024 überstanden? Gibt es Krankheitsanzeichen? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der folgende Artikel.