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title: Getreide. Große Ernten liegen fest
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description: "Entgegen allen einzelbetrieblichen Erfahrungen: Die Ernten sind weltweit wie auch in der EU und Deutschland gut, mancherorts sogar sehr gut. Kriegsbedingt legen die Preise wegen der zerstörten Häfen zu – und damit steht der Anstieg auf tönernen Füßen."
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date: 2026-08-24
modified: 2026-08-26
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Dr. Christian Bickert
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# Getreide. Große Ernten liegen fest

- [ Ackerbau ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/ackerbau "Ackerbau")
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              ![Wagons zum Getreidetransport](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_DLG0926_72_AdobeStock_229770172_0777104442.jpg)    Ersteller: kvfkz Quelle: stock.adobe.com  Ohne Schiffe muss wieder ein Großteil der ukrainischen Ernte per Bahn nach Polen, Rumänien und in die westlichen EU-Länder gefahren werden. Lkw und Bahn schaffen zusammen aber nur etwa die Hälfte des Umschlags in den Häfen – solange die Bahnbrücken intakt sind.

   24. August 2026    Getreide. Große Ernten liegen fest
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 Entgegen allen einzelbetrieblichen Erfahrungen: Die Ernten sind weltweit wie auch in der EU und Deutschland gut, mancherorts sogar sehr gut. Kriegsbedingt legen die Preise wegen der zerstörten Häfen zu – und damit steht der Anstieg auf tönernen Füßen.

Die Preisentwicklungen unserer wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturen stehen derzeit unter dem Eindruck politischer Entscheidungen, die weder Landwirte noch die EU beeinflussen können. Die Ölsaaten sind mit dem Irankrieg verbunden, wobei es beim Raps noch eine gewisse eigene »Geschichte« gibt. Und die Getreidepreise hängen fast vollständig vom Verlauf des Seekrieges im Schwarzen Meer ab. Dort geht es um sehr große Mengen an Weizen, in Teilen auch Mais, Sonnenblumenschrot und Gerste, die festliegen, wenn keine Schiffe fahren.

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Wer mit Australien ein Freihandelsabkommen anstrebt, weiß, dass er günstige Quoten für Rohstoffimporte bieten muss. Im Falle von Mineralien und Seltenen Erden ist das ja auch erwünscht, bei Agrarprodukten jedoch eher nicht. Es war also von Anfang an klar, dass die europäischen Bauern in den sauren Apfel beißen müssen – und zollfreien oder zollbegünstigten Zugang für Fleisch, Wein, Zucker und Milchprodukte schlucken.

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Je mehr Zölle Präsident Trump verhängt, desto größer wird der Druck auf andere Länder, sich für neue Bündnisse zu öffnen. Die EU-Abkommen mit den Mercosur-Ländern und Indien stehen im Vordergrund, Australien soll folgen. Aber auch Kanada und China suchen wieder gemeinsame Linien und Brasilien hält in Asien nach neuen Absatzwegen Ausschau.

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Im Oktober 2025 hat die EU den Rahmen für ihre Handelsbeziehungen mit der Ukraine überarbeitet. Parallel dazu laufen seit dem Herbst 2024 Verhandlungen über einen EU-Beitritt. Welche Folgen ein freier Zugang der Kornkammer Ukraine zum EU-Binnenmarkt hätte, analysiert das Thünen-Institut für Marktanalyse