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title: "GAP-Vereinfachung: Aller Anfang ist schwer"
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description: EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hat in Brüssel sein lang erwartetes „Omnibus-Paket“ zur Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgestellt.
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date: 2025-05-19
modified: 2025-06-05
keywords:
  - GAP
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Thomas Künzel
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# GAP-Vereinfachung: Aller Anfang ist schwer

- [ Agrarpolitik ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/agrarpoltik "Agrarpolitik")

   19. Mai 2025    GAP-Vereinfachung: Aller Anfang ist schwer
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 EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hat in Brüssel sein lang erwartetes „Omnibus-Paket“ zur Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgestellt.

          ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/5/c/csm_25-05-doganmesut-AdobeStock_328931944_Editorial_Use_Only_c2e5726987.jpeg)    Ersteller: doganmesut Quelle: stock.adobe.com

Laut Kommission könnten Betriebe jährlich bis zu 1,58 Mrd. € an Büro- und Nachweiskosten einsparen, während die Behörden selbst rund 210 Mio. € weniger ausgeben müssten. Das klingt ambitioniert und zeigt, dass der Agrarkommissar die Sorgen der Landwirte ernst nimmt. Die bittere Pille: Viele Vereinfachungen betreffen nur kleinere Betriebe, sowie Biobetriebe.

Die Kernpunkte
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Das sind die Kernpunkte: Die Pauschalprämie wird von 1.250 auf 2.500 € pro Jahr verdoppelt – und wer unter diese Schwelle fällt, ist vollständig von der komplexen Konditionalität ausgenommen. Mit anderen Worten: Kleinst- und Nebenerwerbsbetriebe erhalten ihre Direktzahlung, ohne noch einmal sämtliche GLÖZ-Nachweise führen zu müssen. Auch Bio-Landwirte dürfen aufatmen. Wer bereits nach der EU-Öko-Verordnung zertifiziert ist, gilt künftig automatisch als konform mit zentralen GLÖZ-Standards. Doppelprüfungen entfallen, sodass Bio-Höfe nicht länger praktische Umweltauflagen zweimal belegen müssen.

**Für alle Betriebe bringt das Paket mehr Flexibilität beim Grünland.** Der zulässige Abbau von Dauergrünland steigt von fünf auf zehn Prozent, und Ackerflächen werden erst nach sieben statt fünf Jahren Grünlandstatus als „dauerhaft“ eingestuft. Da schafft mehr Flexibilität bei der Fruchtfolgegestaltung, ohne sofort Kürzungen bei den Prämien zu riskieren.
Auch der Kontrolldruck soll sinken. Geplant ist lediglich eine Vor-Ort-Prüfung pro Jahr, flankiert von Satelliten- und Drohnenmonitoring. Das reduziert den organisatorischen Aufwand besonders für tierhaltende Betriebe, die bislang häufig mehrfach kontrolliert wurden. Parallel wird das „Once-only“-Prinzip eingeführt: Betriebe laden ihre Daten künftig nur einmal hoch, die Verwaltung greift zentral darauf zu – Mehrfachmeldungen sollen damit der Vergangenheit angehören. Details zur nationalen Umsetzung und zum Starttermin werden aber erst in den kommenden Monaten festgelegt.

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Zu kompliziert, zu bürokratisch, kaum noch zu durchblicken – die aktuelle Agrarpolitik und damit einhergehende Subventionsmodelle sorgen bei Landwirten für massiven Unmut.

Uwe Latacz-Lohmann, Florian Tietjens und Marlene Noack haben eine neue Idee: die Erfolgsorientierte Agrarprämie.

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Bereits mit dem Amtsantritt der neuen Kommission wurde sie angekündigt, nun ist sie veröffentlicht: "A vision for Agriculture and Food" - die EU-Version für die Landwirtschaft bis 2040. Das Ziel: Eine wirtschaftlich stark, nachhaltige und gerechte Landwirtschaft, die auch für zukünftige Generationen attraktiv bleibt. Die zentralen Handlungsfelder sind: Bürokratieabbau, fairere Produktionsstandards und ein transparenter Bodenmarkt.