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title: Flächen. Die Pacht kennt keine Krise
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description: Getreidepreise unter Druck, Kosten auf hohem Niveau, die Stimmung vieler Landwirte angespannt – und trotzdem wird Fläche immer teurer.
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date: 2026-09-01
modified: 2026-10-05
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Thomas Künzel
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# Flächen. Die Pacht kennt keine Krise

- [ Ackerbau ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/ackerbau "Ackerbau")
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              ![Abgeerntetes Getreidefeld mit Windkraftanlagen in Nordfriesland, Deutschland ](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/d/f/csm_26-09-01_ThomBal-AdobeStock_661950760_48136d1211.jpeg)    Ersteller: ThomBal Quelle: stock.adobe.com

   01. September 2026    Flächen. Die Pacht kennt keine Krise
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 Getreidepreise unter Druck, Kosten auf hohem Niveau, die Stimmung vieler Landwirte angespannt – und trotzdem wird Fläche immer teurer.

Auch 2025 sind die Pachtpreise weiter gestiegen. Im Bundesdurchschnitt zahlten die Betriebe nach Daten des Testbetriebsnetzes 408 €/ha für Acker- und Grünland. Das waren 3 % mehr als im Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Osten. In Brandenburg stiegen die Pachten um 11 % auf durchschnittlich 208 €/ha, in Mecklenburg-Vorpommern um 10 % auf 309 €/ha. Im Westen bleibt das absolute Niveau allerdings deutlich höher: Nordrhein-Westfalen führt mit 611 €/ha vor Niedersachsen mit 568 €/ha. Und trotz steigender Preise nahm auch der Anteil der Pachtflächen wieder zu – von rund 60 auf 62 %.

**Was ist Fläche wirklich wert?** Das passt auf den ersten Blick nicht zur wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe. Doch offensichtlich folgt der Preis für Boden längst nicht allein der Frage, was sich mit Weizen, Raps oder Mais auf dem einzelnen Hektar verdienen lässt. Fläche ist knapp und für viele Betriebe von strategischem Wert. Sie sichert Wachstumsmöglichkeiten, die Auslastung von Maschinen und Arbeitskräften oder Futter- und Nährstoffgrundlagen. Hinzu kommt regional Konkurrenz durch Energieerzeugung, Infrastruktur und Ausgleichsmaßnahmen. Aber strategischer Wert ist kein Freibrief für jeden Pachtpreis. Hohe Pachten verteilen die Grundrente neu: Ein immer größerer Teil dessen, was auf dem Hektar erwirtschaftet wird, landet beim Flächeneigentümer. Das ist nicht nur eine Frage der Rentabilität, sondern auch der Risikotragfähigkeit. Wer in guten Jahren die Grundrente über die Pacht abgibt, hat in schlechten Jahren weniger zuzusetzen. Hohe Pachten machen Betriebe damit nicht nur weniger rentabel, sondern auch verletzlicher. Umso fragwürdiger ist der Wettlauf um jeden zusätzlichen Hektar. Wenn Pachten schneller steigen als die nachhaltige Ertragskraft des Bodens, kauft sich der Betrieb Umsatz und Auslastung – aber nicht zwangsläufig Gewinn. Und wer für Wachstum seine Risikopuffer opfert, wächst nicht in die Stabilität, sondern ins Risiko.

*Diese Meldung stammt aus unserem Newsletter “Spotlight” vom 27.08.2026. Hier können Sie sich zum kostenlosen Newsletter* [*anmelden*](https://www.dlg-mitteilungen.de/newsletter)*.*

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