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title: Beschäftigte in der Landwirtschaft. 7 Prozent weniger von 2020 bis 2023
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description: "Im Zeitraum von März 2022 bis Februar 2023 waren in Deutschland rund 876 000 Arbeitskräfte in der Landwirtschaft beschäftigt. Wie das Statistische Bundesamt nach Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, waren das rund 7 % oder 62 000 Arbeitskräfte weniger als bei der Landwirtschaftszählung 2020."
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date: 2024-05-06
modified: 2025-06-09
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Lukas Arnold
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# Beschäftigte in der Landwirtschaft. 7 Prozent weniger von 2020 bis 2023

- [ Betriebsführung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/betriebsfuehrung "Betriebsführung")
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              ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/_processed_/f/3/csm_r2g066609_LSC_9c64f19f5f.jpg)    Ersteller: John Deere

   06. Mai 2024    Beschäftigte in der Landwirtschaft. Rückgang weiter spürbar
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 Im Zeitraum von März 2022 bis Februar 2023 waren in Deutschland rund 876 000 Arbeitskräfte in der Landwirtschaft beschäftigt. Wie das Statistische Bundesamt nach Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, waren das rund 7 % oder 62 000 Arbeitskräfte weniger als bei der Landwirtschaftszählung 2020.

Diese Entwicklung ist auf den starken Rückgang der Zahl der Saisonarbeitskräfte um 32 000 Personen (-12 %) sowie der Familienarbeitskräfte um 36 000 Personen (-8 %) zurückzuführen. Demgegenüber stieg die Zahl der ständigen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft seit 2020 um 5 900 Personen (+3 %). Im gleichen Zeitraum ging die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe um rund 3 % oder 7 800 auf 255 000 Betriebe zurück. Infolgedessen verringerte sich die durchschnittliche Zahl der Arbeitskräfte pro Betrieb von 3,6 auf 3,4 Arbeitskräfte.

**Familienarbeitskräfte größte Beschäftigtengruppe in der Landwirtschaft**

398 000 Personen oder 45 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft waren nach Angaben der Agrarstrukturerhebung 2023 Familienarbeitskräfte. Der verbleibende Anteil der Arbeitskräfte verteilte sich zu 27 % auf die ständigen Arbeitskräfte (235 000 Personen) und zu 28 % auf die Saisonarbeitskräfte (243 000 Personen).

**Regionale Unterschiede bei den Arbeitskräften in landwirtschaftlichen Betrieben 2023**

In der Beschäftigtenstruktur landwirtschaftlicher Betriebe bestehen zwischen den westlichen und östlichen Bundesländern deutliche Unterschiede. So machen in den westlichen Bundesländern die in Einzelunternehmen tätigen Familienarbeitskräfte mit 374 000 Personen knapp die Hälfte (49 %) aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft (756 000) aus, gefolgt von 215 000 Saisonarbeitskräften (gut 28 %) und 167 000 ständig angestellten Arbeitskräften (gut 22 %). Demgegenüber stellen in den östlichen Bundesländern, infolge der häufig als Personengesellschaften oder juristischen Personen organisierten Betriebe (zum Beispiel GbR, GmbH oder eG), die ständig angestellten Arbeitskräfte mit 68 000 Personen mehr als die Hälfte (gut 56 %) aller 120 000 Arbeitskräfte. Familienarbeitskräfte machen in Ostdeutschland lediglich gut 20 % (24 000 Personen) der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft aus und gut 23 % (28 000 Personen) zählen zu den Saisonarbeitskräften.

          ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-5/Arbeitskraefte_Landwirtschaft.jpg)

**Frauenanteil bei den Saisonarbeitskräften weiterhin am höchsten**

Wie bereits im Jahr 2020 war nach Angaben der Agrarstrukturerhebung 2023 etwa ein Drittel (35 %) der in der Landwirtschaft tätigen Personen weiblich. Während sich dieser Anteil bei den Familienarbeitskräften (32 %) und den ständig Beschäftigten (32 %) näherungsweise wiederfand, lag er mit 44 % bei den Saisonarbeitskräften deutlich höher. Deutlich niedriger lag hingegen der Frauenanteil auf der Führungsebene: Wie bereits im Jahr 2020 wurde 2023 nur jeder neunte Betrieb (11 %) von einer Frau geleitet.

**61 % der Betriebe von Personen mit landwirtschaftlicher Berufsausbildung geleitet**

156 000 oder 61 % der Personen verfügten in ihrer Funktion als Betriebsleitung im Jahr 2023 über eine landwirtschaftliche Berufsausbildung. Die verbleibenden 39 % (99 000 Personen) leiteten ihren Betrieb ausschließlich mit ihrer praktischen Berufserfahrung ohne den Abschluss einer speziellen landwirtschaftlichen Berufsausbildung. Dabei zeigt sich, dass eine rein auf praktischen Erfahrungen basierende Betriebsführung insbesondere bei einer Betriebsleitung im Nebenerwerb (79 %) sowie in tendenziell kleineren Betrieben (69 %) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von weniger als 20 Hektar zu beobachten ist. Von den Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern mit einer landwirtschaftlichen Berufsbildung hatten 46 % eine berufliche Lehre, eine Berufsschule oder eine einjährige Fachschule absolviert, 39 % hatten eine Fortbildung zum Meister oder eine höhere Landbauschule und etwa 15 % verfügten über ein abgeschlossenes Hochschulstudium.

          ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-5/Einkommensarten_neu.jpg)

**54 % der landwirtschaftlichen Betriebe mit zusätzlichen Einkommensquellen**

Lag der Anteil der landwirtschaftlichen Betriebe mit zusätzlichen Einkommensquellen im Jahr 2020 noch knapp unterhalb von 50 Prozent, erzielten im Jahr 2023 bereits mehr als die Hälfte (54 %) aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland in Ergänzung zur landwirtschaftlichen Primärproduktion Einnahmen aus zusätzlichen landwirtschaftsnahen Tätigkeiten. Von den rund 137 270 Betrieben mit zusätzlichen Einkommensquellen gaben 47 % der Betriebe die Erzeugung erneuerbarer Energien als weiteres betriebliches Standbein an, gefolgt von der Forstwirtschaft mit 27 %und der Direktvermarktung der im Betrieb produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse mit 26 %.

 Mehr zum Thema
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               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-4/_2314457.png)

- [ Betriebsführung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/betriebsfuehrung "Betriebsführung")

   12. April 2024     [ DBV. Bundesregierung muss Landwirtschaft entlasten ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/dbv-bundesregierung-muss-landwirtschaft-entlasten "DBV. Bundesregierung muss Landwirtschaft entlasten")
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Im Nachgang des Gesprächs zwischen der Zukunftskommission Landwirtschaft und Bundeskanzler Olaf Scholz über wichtige Entlastungen für die Landwirtschaft weist der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Dr. Holger Hennies, darauf hin, dass die Zukunftskommission dringenden Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung betont habe.

               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-2/DLG0224_55_wiermans.jpg)

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   15. Februar 2024     [ Arbeitsproduktivität. Intelligenter arbeiten, nicht härter ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/arbeitsproduktivitaet-intelligenter-arbeiten-nicht-haerter "Arbeitsproduktivität. Intelligenter arbeiten, nicht härter")
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Noch immer schlummert in vielen Betrieben ungenutztes Potential, um Arbeitsabläufe zu verbessern, Kosten zu sparen und Verschwendung zu vermeiden. »Lean Management« ist eine Methode, um diese Stellschrauben zu finden und Arbeitsweisen zu optimieren. Wie Sie dabei vorgehen, sagt Sibylle Möcklinghoff-Wicke.

               ![](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/24-1/DLG0124_20_landpixel_lpx_00085896.jpg)

- [ Betriebsführung ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/betriebsfuehrung "Betriebsführung")

   11. Januar 2024     [ Mitarbeiterbindung. Dem Fachkräftemangel entgegen  ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/mitarbeiterbindung-dem-fachkraeftemangel-entgegen "Mitarbeiterbindung. Dem Fachkräftemangel entgegen ")
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Die landwirtschaftliche Branche ächzt unter dem Fachkräftemangel. Hat man erst mal einen Mitarbeiter, stellt sich die Frage: Wie hält man diesen im Betrieb? Tabea Simon hat landwirtschaftliche Mitarbeiter und Geschäftsführer zur Arbeitsattraktivität befragt.