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title: "Ackerbau. Wie wettbewerbsfähig ist Deutschland?"
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description: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Ackerbau ändern sich kontinuierlich. Und zwar nicht nur bei uns, sondern weltweit. Seit vielen Jahren führt das agri benchmark-Netzwerk produktionsökonomische Analysen dazu durch. Jannik Dresemann, Marcel Dehler und Thomas de Witte stellen aktuelle Ergebnisse vor.
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date: 2026-10-22
modified: 2026-10-22
type: article
site: DLG Mitteilungen
locale: de_DE.utf8,de-DE
author:
  - Jannik Aaron Dresemann
  - Dr. Marcel Dehler
  - Dr. Thomas de Witte
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# Ackerbau. Wie wettbewerbsfähig ist Deutschland?

- [ Agrarpolitik ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/agrarpoltik "Agrarpolitik")
- [ Branche ](https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/schlagwort/branche "Branche")

   22. Oktober 2026    Ackerbau. Wie wettbewerbsfähig ist Deutschland?
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 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Ackerbau ändern sich kontinuierlich. Und zwar nicht nur bei uns, sondern weltweit. Seit vielen Jahren führt das agri benchmark-Netzwerk produktionsökonomische Analysen dazu durch. Jannik Dresemann, Marcel Dehler und Thomas de Witte stellen aktuelle Ergebnisse vor.

          ![Traktor mit Sämaschine](https://www.dlg-mitteilungen.de/fileadmin/Heft/26-11/DLG1126_56_lpx_00147450.jpg)    Quelle: landpixel

Wie entwickeln sich Erträge, Kosten und Wirtschaftlichkeit von Ackerbausystemen in wichtigen Produktionsregionen der Welt? Das analysiert das »agri benchmark-Netzwerk« seit mehr als 20 Jahren anhand sogenannter »typischer« Betriebe. Diese werden gemeinsam mit lokalen Expertinnen und Experten definiert (siehe Textkasten). Eine zentrale Frage ist dabei überall die gleiche: Wie können Betriebe angesichts zunehmend volatiler Märkte, steigender Betriebsmittelkosten und häufigerer klimabedingter Belastungen wettbewerbsfähig bleiben? Die aktuellsten Auswertungen zeigen: Höhere Erträge führten 2025 nicht automatisch zu einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.

**Zwei Begriffe werden in der Debatte oft verwechselt: Wettbewerbsfähigkeit und Gewinn.** Der Gewinn ist das, was einem Betrieb in einem Jahr unterm Strich bleibt. Wettbewerbsfähigkeit zeigt, ob ein Betrieb oder ein Standort im Wettbewerb um Marktanteile und um die knappe Fläche mithält. Beides fällt oft auseinander.

Der Wettbewerb läuft auf zwei Ebenen, die zusammenwirken. Innerhalb des Betriebes konkurrieren die Kulturen um die knappe Fläche. Hier zählt, was die einzelnen Kulturen je Hektar erwirtschaften. Auf Standortebene zählt die Grundrente der gesamten Fruchtfolge: Erst wenn keine Kultur den Boden mehr entlohnt, fällt der Standort gänzlich aus der Produktion. Ein Standort ist also nicht schon dann wettbewerbsfähig, wenn sein Weizen es ist – und er verliert seine Wettbewerbsfähigkeit nicht, sobald der Weizen sie verliert.

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