Risikoorientierte Kreditvergabe für Unternehmer
Kredite. Das Bundeskabinett hat die Umsetzung internationaler Kreditrichtlinien für Banken »Basel II« beschlossen. Bei der Kreditvergabe wird ab dem 1. Januar 2007 die Kreditwürdigkeit des Kunden stärker als bisher berücksichtigt.
Mit dem Gesetzentwurf wird das Kreditwesengesetzes neu gestaltet. Die Bundesregierung setzt damit die EU-Richtlinien im Grundsatz »Eins zu Eins« um.
Bislang müssen Banken und Sparkassen für jeden Unternehmenskredit, den sie vergeben, Eigenkapital vorhalten. Die Höhe dieser Risikovorsorge liegt pauschal bei acht Prozent. Das heißt: Vergibt ein Geldinstitut einen Kredit in Höhe von 100 000 €, muss sie selbst 8000 € Eigenkapital zurücklegen.
An die Stelle dieser starren Regelung tritt im kommenden Jahr eine inviduelle Risikobewertung der Kreditnehmer. Der Vorteil: Ist die Kreditwürdigkeit eines Kunden gut, muss die Bank weniger Eigenkapital zur Risikovorsorge zurücklegen. Denn die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls ist geringer als bei einem schlechter bewerteten Kunden.
Ihren Namen Basel II verdanken die neuen Kreditrichtlinien dem Basler Ausschuss für Bankenaufsicht. Das Gremium wurde 1974 von den führenden Industrieländern eingesetzt, um zur Stabilisierung des internationalen Finanzwesens beizutragen. Angesiedelt ist der Ausschuss bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.
Zinsgünstige Förderkredite
Altschulden. Rund 1200 Unternehmen in den neuen Bundesländer haben die Ablösung von Altschulden in Höhe von rd. 2,4 Mrd. Euro gemäß Landwirtschafts-Altschuldengesetz beantragt.
Die im Rahmen der gesetzlichen Regelung ermittelten Ablösebeträge können aus dem Sonderkreditprogramm “Landwirtschaft” der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main, zinsgünstig refinanziert werden. Sonderkredite mit einer Laufzeit und Zinsbindung von zehn Jahren kosten derzeit z. B. effektiv 3,79 %, bei einer Laufzeit von 20 Jahren und zehnjähriger Zinsbindung effektiv 3,99 %.
Die Kredite sollten je Betrieb und Jahr 1 Mio. Euro nicht übersteigen. Wie bei den Darlehen der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.
Informationen unter folgenden Telefonnummern: Fax-Abruf für Programme und Konditionen: 069/2107-510. Service-Nummer: 069/2107-700. Internet: www.rentenbank.de
Jetzt in Immobilien investieren?
Zertifikate. Deutschland steht vor der Einführung einer Anlageklasse, zu der Anleger in den USA und in anderen Ländern bereits seit vielen Jahren Zugang haben. Die Rede ist von Real Estate Investment Trusts (REIT), also einer mit der Unternehmensform der KGaA vergleichbaren Immobiliengesellschaft. In den USA existiert in den an der New York Stock Exchange gehandelten REIT-Anteilen ein täglicher lebhafter Handel. Der Spitzenverband der Branche NAREIT, der in Übersee bereits sehr gut organisiert ist, hat bereits vor vielen Jahren einen Gesamtindex und mehrere Subindizes kreiert, die die Kursentwicklung von REIT-Anteilen an der Börse reflektieren. Das Ergebnis ist beeindruckend; denn seit Anfang 2001 ist dieser Index um rund 120 % gestiegen.
Auch deutsche Anleger können seit geraumer Zeit ihre Meinung zum US-Immobilienmarkt über Zertifikate auf den NAREIT-Index umsetzen. Diese Instrumente wurden vom Schweizer Bankhaus UBS kreiert. Bereits Anfang dieses Jahres hatte die Investmentbank erste Anlagezertifikate auf die Kursentwicklung europäischer REIT (exklusive Großbritannien) am Markt emittiert. Jetzt hat die Bank mit dem REIT Top 30-Performance-Zertifikat im Interesse der Anleger ein neues als steuereffizient geltendes global orientiertes Investment in Immobilienaktien und REIT geschaffen. „Mit diesen neuen Zertifikaten ermöglichen wir den Investoren ein weltweit diversifiziertes Investment in 30 REIT und Immobilienaktien – und das Ganze ohne Währungsrisiko“, erklärt Petra Becher von der UBS in einem Gespräch mit den DLG-Nachrichten.
Als Auswahlpool für die mit dem REIT Top 30-Indexzertifikat abgebildeten Immobiliengesellschaften dient der in Großbritannien vom Indexberechner FTSE gemeinsam mit der US-Branchenvereinigung NAREIT entwickelte FTSE EPRA/Nareit Global Real Estate Index. Diese Messlatte bildet die Wertentwicklung von über 270 börsennotierten Gesellschaften ab. Der Index wird in sechs Regionen untergliedert, wobei die Gewichtung von der Marktkapitalisierung der einzelnen Aktien abhängt. Um eine ausreichende Liquidität des Top 30-Index zu gewährleisten, werden für den Index ausschließlich REIT und Immobilienaktien mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 1 Mrd. US-Dollar berücksichtigt. Die derzeit im Index enthaltenen Aktien stammen zu 48 % aus Nordamerika, zu 14 % aus Europa (exklusive Großbritannien), zu je 13 % aus Asien (exklusive Japan) und Australien, zu 8 % aus Japan und zu 4 % aus Großbritannien.
Darauf sollten Sie bei der Pacht achten
Umsätze. Der EU-Greichtshof (EuGH) hatte im letzten Jahr über die Umsätze aus der Verpachtung eines Teils eines landwirtschaftlichen Betriebes durch einen pauschalierenden Landwirt, der auch nach der Verpachtung weiterhin in nicht geringfügigem Umfang als Landwirt tätig war, zu entscheiden. Der Bundesfinanzhof hat dieses Urteil und seine dort geäußerten Grundsätze in vollem Umfang übernommen. In seinen Leitsätzen heißt es:
Der Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes,
Erhöhte Sicherheit
Zahlungskarten. Die Volks- und Raiffeisenbanken sind beim Angebot modernster Sicherheitstechnologien auf Zahlungskarten Vorreiter im deutschen Kreditgewerbe. Als erste Bankengruppe werden die Genossenschaftsbanken ihre Kreditkarten MasterCard und Visa mit der sicheren EMV-Chiptechnologie ausstatten. Bis zum Ende des 1. Quartals 2005 werden bereits zwei Drittel der 2,1 Millionen von Volksbanken Raiffeisenbanken herausgegebenen MasterCard-Karten einen EMV-Chip tragen. Jede neu beantragte und nach Ablauf der Gültigkeit erneuerte Kreditkarte wird ebenfalls sukzessive den neuen Sicherheitsstandard erhalten.
In den letzten Jahren war ein zunehmender Missbrauch durch das Kopieren der Magnetstreifendaten zu verzeichnen. Die neuen Chipkarten ermöglichen dagegen eine wirkungsvollere Kartenechtheitsprüfung. Diese verläuft bei Online-Verfügungen direkt zwischen dem Chip und dem Autorisierungssystem des kartenausgebenden Instituts.
Investitionen von 2 Mrd Euro in der Bioenergie erwartet
Erneuerbare Energien. Der Deutsche Bauernverband (DBV) erwartet für 2005 einen Boom an Investitionen bei erneuerbaren Energien insbesondere im Bereich Biogas. Insgesamt rechnet der DBV für 2005 mit Investitionen der Landwirte von etwa 2 Mrd. Euro. Der Grund dafür ist im wesentlichen die Novellierung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG). Dies geht aus dem letzten Konjunkturbarometer Agrar des DBV hervor. Demnach wollen 2 % der Betriebe mit über 30 ha Betriebsfläche in Biogasanlagen und 5 % in Solaranlagen investieren.
Investitionen in Windenergieanlagen werden dagegen weniger geplant. Die durchschnittliche geplante Investitionssumme von 216.000 Euro macht deutlich, dass stärker in größere und damit effizientere Anlagen investiert wird. Nach Einschätzung des DBV werden aber wegen der entstandenen Lieferfristen viele der geplanten Anlagen nicht immer zeitgerecht in Betrieb gehen können.
Dennoch ist in der Landwirtschaft generell bisher keine durchgreifende Verbesserung der Investitionsneigung zu erwarten, so der DBV. Im Vergleich zum Vorjahr wollen unverändert 49 % der befragten Landwirte investieren. Dabei sind vor allem bei Wirtschaftsgebäuden Rückgänge bei Investitionen zu erwarten. Nach Einschätzung des DBV sind wegen der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Tierhaltung viele Landwirte mit Investitionen sehr zurückhaltend. Vor allem in den neuen Ländern werden viele Investitionsmittel für den anstehenden Flächenkauf abgezogen.
Sicherheit fängt Zuhause an
Internet. Der Bankenverband hat zehn Regeln für Sicherheit im Online-Banking in einer Broschüre zusammengestellt (siehe auch DLG-Mitteilungen 8/05, S. 34). Die aktualisierte fünfte Auflage dieser Publikation kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden:
http://www.bankenverband.de/nla.asp?art=26053601
Landwirte auf der Suche nach neuen Einkommensquellen
Strukturwandel. Viele Landwirte tragen sich derzeit mit Plänen zur Neuausrichtung ihrer Betriebe. Dies geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Produkt + Markt hervor. Danach plant jeder sechste Betrieb (16 %) eine Änderung seines Betriebsschwerpunktes in den kommenden zwei bis drei Jahren. 21% der Landwirte geben an, ihren Betriebsschwerpunkt in den letzten fünf Jahren geändert zu haben. Vor allem Betriebszweige, die über die ursprüngliche landwirtschaftliche hinausgehen, erfahren eine steigende Bedeutung: 12 % der Betriebe, die ihren Produktionsschwerpunkt künftig verändern wollen, wenden sich erneuerbaren Energien zu, jeweils 4 % planen den Ausbau von Pensionspferdehaltung, Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof oder Lohnunternehmer-Dienstleistungen.
In den „klassischen“ Produktionsbereichen Ackerbau, Milchvieh und Rindermast ist insgesamt ein starker Strukturwandel zu erwarten. Vor allem bei den Gemischtbetrieben sind in jedem vierten Betrieb (24 %) Veränderungen geplant. Als Hauptgründe für die geplanten Veränderungen geben die Landwirte neben der Preisentwicklung, innerbetrieblichen und arbeitswirtschaftlichen Gründen vor allem auch die Folgen der EU-Agrarreform an.
Die Erhebung wurde im Dezember 2004 bei rund 1800 Landwirten vom Marktforschungsinstitut Produkt + Markt im Auftrag des DBV, der Andreas-Hermes-Akademie, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und des Bundesverbandes Lohnunternehmen durchgeführt.
Anlage-Tipp
Sauren Global Hedge-Fonds. Als einer der ersten Hedge-Fonds-Dachfonds hat Sauren Global Hedge-Fonds von der Aufsichtsbehörde Bafin die Vertriebsgenehmigung für Deutschland erhalten. Der Fonds wurde Ende Juli in Luxemburg aufgelegt. Die Auswahl der in den Dachfonds einfließenden Hedge-Fonds wird vom Manager Eckhard Sauren vorgenommen. Hedge-Fonds sind Kapitalsammelstellen, die unterschiedliche Anlagestrategien an den Börsen verfolgen und dabei sowohl auf steigende wie auch auf sinkende Kurse von Kapitalanlagen – zum Beispiel von Aktien – setzen können.
Größte Zuwächse bei Versicherungen und Investmentfonds
Anlagen. Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr 151 Mrd. Euro auf die hohe Kante gelegt. Dies ergibt eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Der Geldvermögensbestand der privaten Haushalte hat sich aufgrund der Kurserholung am Aktienmarkt noch stärker erhöht. Er stieg um 191 Mrd. Euro auf 3.922 Mrd. Euro zum Ende des Jahres 2003. Durchschnittlich verfügte jeder private Haushalt über ein Geldvermögen von 100 700 Euro, dem Verbindlichkeiten von 39 800 Euro gegenüber standen.
Den privaten Haushalten standen insgesamt 183 Mrd. Euro zu Anlagezwecken zur Verfügung. Mit 42 Mrd. Euro wurde knapp ein Viertel für Sachinvestitionen, überwiegend für Wohnimmobilien, verwendet. Gut drei Viertel der Mittel (141 Mrd. Euro) wurden zu Bildung von Geldvermögen verwendet.
Bevorzugt haben die privaten Anleger liquide Anlagen nachgefragt. Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Bankguthaben einschließlich des Bargelds (58,3 Mrd. Euro). Die Wertpapiere erholen sich dem gegenüber zunehmend von den Folgen des schwachen Aktienmarktes. Nachdem im Jahr 2002 noch die Verkäufe von Wertpapieren die Käufe überschritten hatten, wurden in 2003 per Saldo 38 Mrd. Euro in Wertpapiere investiert. Von jedem neu angelegten Euro floss damit gut ein Viertel in Wertpapierinvestments.
Die Ansprüche der privaten Haushalte gegenüber Versicherungen sind dem gegenüber im Jahr 2003 schwächer gestiegen als in den vorangegangenen Jahren. Sie erhöhten sich um 32 Milliarden Euro, das war der geringste Betrag seit der Wiedervereinigung. Zwar konnten die Versicherer einen deutlichen Zuwachs der Beiträge aus dem Neugeschäft verzeichnen, dieser positive Effekt wurde jedoch von den gesunkenen Kapitalmarktzinsen und den damit einhergehenden niedrigeren Überschussbeteiligungen mehr als kompensiert.
In den vergangenen zehn Jahren ist das Geldvermögen der privaten Haushalte von 1089 Mrd. Euro auf 1399 Mrd. Euro gestiegen. Die Struktur des Geldvermögens hat sich im Zeitraum von 1993 bis 2003 deutlich verschoben. Versicherungsanlagen und Investmentfonds konnten ihr Gewicht im Portfolio der privaten Haushalte erhöhen. 1993 betrug der Anteil der Versicherungsanlagen am Vermögen noch ein Fünftel (20 Prozent); bis zum Jahr 2003 stieg er auf ein Viertel (25 Prozent). Prozentual noch etwas stärker stieg die Bedeutung der Investmentfonds. Ihr Anteil am Vermögen der privaten Haushalte verdoppelte sich im gleichen Zeitraum auf 12 Prozent.
Rückläufig entwickelte sich die Bedeutung der Bankeinlagen. Wurde 1993 noch knapp die Hälfte des Geldvermögens bei Banken gehalten (45 Prozent), sank dieser Anteil bis 2003 kräftig (36 Prozent).
Finanzmanagement in der Landwirtschaft
Neues aid-Heft. Der landwirtschaftliche Betrieb ist geprägt von vielfältigen Güter- und Leistungsströmen aber genauso vielfältigen und komplexen Finanzströmen. Dem Verkauf von Milch, Getreide und Vieh stehen Investitionen in Produktionsmittel, Stallgebäude und Maschinen gegenüber. Rechnungen müssen gezahlt, Arbeitskräfte entlohnt werden. Die Unternehmensstrukturen haben sich geändert, die finanziellen Verflechtungen sind komplizierter geworden. Dem Finanzmanagement kommt eine zunehmend große Bedeutung zu.
Wie funktioniert die Kapitalbeschaffung, handelt es sich um kurz- oder langfristige Finanzierungsformen? Was sagen Finanzpläne und -berichte aus? Wie steht der landwirtschaftliche Betrieb im Verhältnis zu seinem Kreditgeber? Darüber informiert das neue aid-Heft. Außerdem sind Informationen zur Kreditwürdigkeitsprüfung und zum Rating enthalten. Das aid-Heft ist als download-Version verfügbar unter http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?id=2481
aid-Heft Finanzmanagement,
42 Seiten, Bestell-Nr. 61-1139, ISBN 3-8308-0459-8, Preis: 2,00 EUR (Rabatte ab 10 Heften),
zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung
aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstraße 8, 53340 Meckenheim
Tel.: 02225 926146, Fax: 02225 926118
Österreich: ÖAV, Achauerstr. 49a, 2333 LEOPOLDSDORF
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: www.aid-medienshop.de
Im Trend: Anlagen in Rohstoffe
Studie. Kapitalanlagen in Rohstoffe sind modern: Analysten in aller Welt gehen inzwischen davon aus, dass der Haussetrend bei Rohstoffen ein langfristiges Phänomen ist. Der Grund: Die ökonomischen Veränderungen in China und Indien.
Inzwischen bieten immer mehr Banken Kapitalanlagen in Rohstoffen an. Unterstützung erhält die Idee für Investments in Rohstoffe jetzt durch eine Studie der Universität Yale. Die Autoren machen darin deutlich, dass sich Direkt-Investments in Rohstoffen lohnen. Im Zeitraum von Juli 1959 bis März 2004 hätten Anleger in einem ausgewählten Korb von Rohstoff-Terminkontrakten – so genannten Commodity Futures wie Rohöl, Gold, Kupfer, Weizen, Sojabohnen etc. – ein Ergebnis erzielt, das um mehr als 5 % pro Jahr über der Rendite von kurzfristigen Geldmarktanlagen liegt. Über diesen Zeitraum hinweg lag das theoretische Resultat von Rohstoff-Investments auch über der Rendite von langlaufenden Dollar-Staatsanleihen.
Das überraschende Ergebnis der Studie: Kapitalanlagen in dem erwähnten Korb von Rohstoff-Terminkontrakten waren über diesen langen Zeitraum von 45 Jahren hinweg mit weniger Risiko behaftet als das während dieser Zeit an den Aktienmärkten bestehende Risiko. Eine andere wichtige Erkenntnis dieser Studie war, dass Rohstoffe sich vor allem in Zeiten unerwarteter Inflationstrends besonders positiv entwickeln. Deshalb sind Rohstoffe eine attraktive Anlageklasse zur Risikoreduzierung von Investments in Aktien und Anleihen.
Welche Möglichkeiten haben Anleger, am weiter zu erwartenden Boom der Rohstoffmärkte zu partizipieren? Die Palette der vorhandenen Anlage-Instrumente ist in den vergangenen Monaten breiter und bunter geworden.
Eine Liste der Investmentformen in Rohstoffen:
- Terminkontrakte für Rohstoffe an den Warenterminbörsen der Welt in Chicago, New York, London oder Leipzig (Strom).
- Optionen für Rohstoffe oder Rohstoff-Terminkontrakte oder Terminkontrakte für Rohstoffindizes an den Warenterminbörsen.
- Optionen für Rohstoffindex-Terminkontrakte an den genannten Warenterminbörsen.
- Erwerb von Optionsscheinen und Zertifikaten auf Rohstoffe von ausgewählten Banken wie Dresdner Bank, Deutsche Bank, DZ Bank, UBS Warburg, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Citigroup und Société Générale. Die gebotene Auswahl ist allerdings gering und beschränkt sich meist auf Edelmetalle und Energieprodukte.
- Erwerb der Aktien von Unternehmen, die sich mit der Produktion von Rohstoffen beschäftigen. Hier finden die Anleger eine bunte Vielfalt von Investment-Möglichkeiten, die sich quer über die gesamte Palette der unterschiedlichen Rohstoffe (Buntmetalle, Edelmetalle, Energie, agrarische Rohstoffe etc.).
- Erwerb von Investmentfonds, die eine klare Ausrichtung auf solche Aktien von Rohstoffproduzenten haben.






